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Politik

Dr. med. Markus Müschenich: Vorstandsmitglied des Bundesverbands Internetmedizin

Donnerstag, 1. Januar 2015

Dr. med. Markus Müschenich. Foto: privat

Der Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin ist unter anderem auch Gesundheitswissenschaftler/Master of Public Health, Ex-Vorstandsmitglied der Sana Kliniken AG, Buchautor („55 Gründe, Arzt zu werden“) und vor allem ein Vordenker für die Gesundheitsversorgung der Zukunft.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Ich liebe den Arztberuf, weil man ihn heute nicht mehr nur im Kittel, sondern sogar digital und via Internet ausüben kann. Das Arztsein hat eben keine Grenzen.

Was ärgert Sie am meisten?

Ich ärgere mich über Kollegen, die den Patienten als Kunden behandeln, und über Kollegen, die den Patienten schlechter behandeln als einen Kunden.

Was war die wichtigste Entscheidung in Ihrem Leben?

Jeden Tag darüber nachzudenken, was morgen besser sein kann als heute, ist für mich die wichtigste berufliche Entscheidung.

Gesundheit bedeutet für Sie …

... die Übernahme der Verantwortung für die aktive Gestaltung der persönlichen Lebensumstände mit dem Ziel der Realisierung des maximalen individuellen physischen, psychischen, sozialen und mentalen Potenzials. Denn: Krank ist bereits, wer ungesund lebt.

Ihr wichtigster Tipp für angehende Ärzte?

Sucht Euch die richtigen Lehrer! Dazu ist kein Aufwand zu groß.

Ihre Prioritätenliste für Veränderungen im Gesundheitswesen …

Das Wichtigste für Veränderungen ist der ehrliche Diskurs. Wenn wir beispielsweise über Datenschutz sprechen, dann sollte die Hidden Agenda nicht „Angst vor Transparenz“ lauten.

Welchem Gesundheitsthema wünschen Sie mehr Aufmerksamkeit?

Die Evaluation vermeidbarer Todesfälle, die durch die mangelnde Vernetzung vorhandener Informationen in unserem Gesundheitswesen bedingt sind.

Wie schützen Sie sich vor zu viel Stress?

Ehrlich, ich kenne eigentlich nur positiven Stress. Ich habe Spaß an meiner Arbeit und gönne mir den Blick zurück auf das Ergebnis.

Was hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt?

Die Mayo Clinic plant durch eine Kooperation mit Apple und der Nutzung von Apple’s iPhone App „Health Kit“ ihre Patientenzahlen ab 2020 auf 200 Millionen zu steigern. Das ist die Zukunft – das Internet als Teil des Gesundheitswesens.

Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit?

Ich lese, zurzeit Michael Kleebergs Roman „Vaterjahre“.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten …

... würde ich gerne mit Bismarck und Hippocrates auf dem Podium sitzen und über die Möglichkeiten der Internetmedizin diskutieren.

© DÄ-M/aerzteblatt.de

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