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Ärzteschaft

Warum die ärztliche Freiberuflichkeit so wichtig ist

Donnerstag, 19. März 2015

Berlin – „Die ärztliche Freiberuflichkeit ist ein hohes Gut, weil sie garantiert, dass der Arzt Entscheidungen frei von äußeren Sachzwängen im Sinne der Versorgung seines Patien­ten treffen kann!“ So fasst der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundes­vereinigung (KBV), Andreas Gassen, zusammen, warum die ärztliche Freiberuflichkeit ein hohes Gut ist. „Wir sehen die Freiberuflichkeit gefährdet, wenn es Veränderungen hin zu einem eher gelenkten System gibt, weil die individuelle Therapieentscheidung dann stark eingeschränkt werden kann“, erläutert der KBV-Chef im Interview mit KV-On, dem Web-TV der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Zwar schränke die Arbeit als angestellter Arzt die freie Berufsausübung nicht per se ein, „aber wenn wir natürlich nur noch angestellte Strukturen haben, dann kann man sich schon vorstellen, dass hier Einflussnahmen stattfinden, die in einem heterogenen System mit vielen individuell tätigen Kollegen nicht der Fall sind“, so Gassen.

Der KBV-Chef kritisierte in diesem Zusammenhang das geplante Versorgungs­stärkungsgesetz. Mit seinen Regelungen zum Praxisaufkauf schränke es die Freiberuflichkeit ein. Zwar seien „nicht am nächsten Tag 25.000 Praxen vom Netz, aber die Richtschnur ist eben anders gelegt und dieser Trend wird dann sukzessive zu Veränderungen führen“, so Gassen. Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, die KBV werde weiterhin alle Punkte herausstellen und kritisieren, welche die Freiberuflichkeit und damit letztlich die hohe Qualität bei der Patientenversorgung gefährden könnten. © hil/aerzteblatt.de

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