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IQWiG bescheinigt neuem Prostata-Wirkstoff nun doch Zusatznutzen

Freitag, 20. März 2015

Köln – Männer mit metastasierendem Prostatakrebs, die keine oder nur wenig Beschwerden haben und noch keine Chemotherapie benötigen, können von dem neuen Prostata-Medikament Sipuleucel-T (Provenge) profitieren. Das hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nach einer erneuten Untersuchung bestätigt.

Nachdem das Institut bei der ersten Dossierbewertung im Januar 2015 keinen Zusatznutzen erkennen konnte, hatte der Hersteller weitere Daten und Sensitivi­tätsanalysen zum Gesamtüberleben vorgelegt. Demnach kann laut IQWiG Sipuleucel-T gegenüber der Vergleichstherapie die Überlebenswahrscheinlichkeit verbessern. Das Ausmaß sei allerdings nicht quantifizierbar.

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Den Vorteilen beim Überleben stehen dem Institut zufolge allerdings negative Effekte in Form von Nebenwirkungen gegenüber: Fieber, Kopfschmerz und Schüttelfrost kamen bei Patienten, die mit Sipuleucel-T therapiert wurden, häufiger vor. Diese Nebenwirkungen waren allerdings nicht schwerwiegend und traten überwiegend nur direkt nach der Sipuleucel-T-Gabe auf. Deshalb stuft das IQWiG den positiven Effekt bezüglich der Sterblichkeit nicht herab.

Über das endgültige Ausmaß des Zusatznutzens muss nun der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) entscheiden. © hil/aerzteblatt.de

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