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Medizin

Leberlebendspende bei akutem Leberversagen möglich

Freitag, 20. März 2015

Toronto – Da ein akutes Leberversagen innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen kann, bleibt in der Regel wenig Zeit für die Suche nach einem Spender. Einer Klinik in Kanada gelingt es dennoch, potenzielle Lebendspender zu evaluieren. Die Ergebnisse bei den ersten Leberlebendspenden waren laut dem American Journal of Transplantation (2015; doi: 10.1111/ajt.132031) gut.

Am Toronto General Hospital konnte zwischen 2006 bis 2013 bei sieben Patienten mit akutem Leberversagen eine Leberlebendspende durchgeführt werden. Die Unter­suchungen der potenziellen Spender waren nach Auskunft von Markus Selzner nach nur 18 bis 72 Stunden abgeschlossen. Die postoperative Komplikationsrate sei mit 31 Prozent nicht höher als nach der Transplantation der Leber eines Verstorbenen.

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Auch die Organüberlebensraten (92 versus 86 Prozent nach 5 Jahren) waren nach den Leberlebendspenden tendenziell günstiger. Für Selzner ist die Leberlebendspende deshalb eine attraktive Option zur Behandlung von Patienten mit akutem Leberversagen. Der Editorialist Charles Rosen von der Mayo Clinic in Rochester gibt zu bedenken, dass die schnelle Entscheidung die potenziellen Spender unter einen enormen Entschei­dungsdruck stellt. © rme/aerzteblatt.de

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