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Ärzteschaft

Kliniken in NRW fehlen pro Jahr 700 Millionen Euro für Investitionen

Montag, 23. März 2015

Düsseldorf – Scharfe Kritik an den Bundesländern, die ihrer Verpflichtung nicht nachkommen, den Krankenhäusern ausreichend Geld für Investitionen zur Verfügung zu stellen, hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein geübt. „Allein in Nordrhein-Westfalen fehlen Jahr für Jahr 700 Millionen Euro“, heißt es in einer Resolution des rheinischen Ärzteparlaments vom vergangenen Wochenende.

Arzneimittelregresse abschaffen
Mit Blick auf die vertragsärztliche Versorgung kritisierten die Delegierten die immer noch bestehenden Arzneimittelregresse. Diese gehören nach Ansicht der rheinischen Ärzte­schaft ersatzlos abgeschafft: Mit einem solchen Schritt könne die Politik „ein klares Zeichen für die Attraktivität der ambulanten ärztlichen Tätigkeit und die freiberufliche Orientierung am Patientenwohl setzen“, heißt es in einem Beschluss der Kammer­versammlung.

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Beratungsstellen für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus aufbauen
Die Ärzte im Rheinland begrüßen dagegen die Beratungen von Bund und Ländern über die Einführung einer Gesundheitskarte für nach Deutschland geflüchtete Menschen und fordern eine zügige Umsetzung des Vorhabens. In Bremen und Hamburg erhalten Flüchtlinge bereits eine solche Gesundheitskarte.

Die Delegierten sprachen sich außerdem für einen Vorschlag der Landesgesundheits­konferenz aus, regionale Beratungsstellen aufzubauen: „Diese sollen für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus und für Menschen mit ungeklärtem Versicherungsschutz die Kostenübernahme notwendiger Diagnostik und Behandlungen klären und gegebenen­falls auch über einen Hilfsfonds ermöglichen“, heißt es in einer Resolution.

Ärzte rufen zur Impfung
Mit Blick auf die allgemeine Öffentlichkeit ruft die Ärztekammer Nordrhein alle Eltern in Nordrhein-Westfalen dazu auf, ihre Kinder impfen zu lassen. Darüber hinaus sollten auch alle Erwachsenen ihren Impfstatus überprüfen lassen und versäumte Impfungen nach­holen, betonten die Delegierten. © hil/aerzteblatt.de

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