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Ärzteschaft

Kammer Hessen fordert mehr Geld für Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst

Montag, 23. März 2015

Frankfurt – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen warnt davor, dass der öffentliche Gesund­heits­dienst (ÖGD) für Ärzte als Arbeitsbereich zunehmend unattraktiv werde und daher „finanziell und personell auszubluten“ drohe. Die Delegiertenversammlung der Kammer fordert daher die Kommunen auf, „endlich die Notwendigkeit arztspezifischer tariflicher Regelungen für die Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst analog der kommunalen Krankenhäuser zu erkennen und umzusetzen“. „Gleiche Bezahlung für gleiche Tätigkeit und Ausbildung“, müsse die Devise lauten, nur so bleibe der wichtige ÖGD für Ärzte attraktiv.

Wichtig seien außerdem, eine angemessene Personalausstattung in den Gesundheits­ämtern und eine Aufwertung des Faches „Öffentliches Gesundheitswesen“ in der medizinischen Ausbildung. Die Leitung von Gesundheitsämtern und entsprechenden kommunalen Hauptabteilungen dürfe ausschließlich weisungsunabhängig tätigen, approbierten Ärzten übertragen werden, fordern die Kammerdelegierten.

Die Bedeutung des ÖGD zeige sich beispielsweise bei den Themen Kinderschutz und Krankenhaushygiene, aber auch bei der Bedrohung durch Infektionskrankheiten wie zuletzt Ebola, aber auch Masern.

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Mehr Personal für den ÖGD hatte vor wenigen Tagen die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) gefordert. Grund dafür ist die geplante Ausweitung der Meldepflichten für bestimmte Krankheitserreger mit Resistenzen. „Schon derzeit kann das große Spektrum der Pflichtaufgaben im Bereich des Infektionsschutzes mit einem eher kleiner werdenden Personalbestand in vielen Gesundheitsämtern nicht mehr abgedeckt werden“, heißt es in einer Stellungnahme der BÄK zum entsprechenden Referentenentwurf des Bundesge­sundheitsministeriums. © hil/aerzteblatt.de

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