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KBV gibt Tipps für ein funktionierendes Risikomanagement

Montag, 23. März 2015

Berlin – Beim Umgang mit Fehlern und Beinahe-Fehlern ist es wichtig, den vollständigen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu durchlaufen, in der Fachsprache den sogenannten PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act-Zyklus). Darauf weist die Kassen­ärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihrem neuen Newsletter zum Qualitäts­mana­gementsystem „Qualität und Entwicklung in Praxen®“ (QEP) hin.

„Die gute Nachricht ist, dass Fehler und Risiken in Praxen/medizinischen Versorgungs­zentren verstärkt wahrgenommen werden und das Thema relevant geworden ist. Die schlechte Nachricht ist, dass es oft schwierig ist, ein Fehlermanagement aufzubauen und alle Mitarbeiter und die Praxisleitung einzubinden“, heißt es in dem Newsletter.

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Häufig werde viel Energie und Motivation in den Aufbau des Systems gesteckt, es bleibe aber dann auf halber Strecke stecken. „Die Fehler werden erfasst und auch in den Teamsitzungen besprochen. Doch eine regelmäßige Analyse der Fehlerarten und Ursachen wird dann unterlassen“, erläutern die KBV-Experten. Im Sinne der Fehlerkultur sei es aber wichtig, den PDCA-Zyklus komplett zu durchlaufen und mit den Ergebnissen weiter zu arbeiten.

Plan
Für den Bereich „Plan“ ist es wichtig, genau festzulegen, wie die Praxis mit einem Fehler umgeht. Die jeweilige Mitarbeiterin dokumentiert den Fehler nach einem festgelegten Verfahren. Außerdem könnte sie den Fehler auch gleich kategorisieren – die ent­sprechende Fehlerart und Schwere des Fehlers definieren. Der Fehler kommt dann auf die Agenda der Teambesprechung.

Do
Auf den Teambesprechungen wird der Fehler vorgestellt, und es werden die Ursachen diskutiert. Dabei kann es zum Beispiel um Arbeitsprozesse und Strukturen, um Orga­nisationsfragen oder individuelle Faktoren von Mitarbeitern gehen. Das Team legt Maßnahmen fest, um zu verhindern oder die Wahrscheinlichkeit zu vermindern, dass dieser Fehler sich wiederholt.

Check
Die verantwortliche für den Arbeitsbereich prüft zeitnah und regelmäßig, ob die festgelegten Maßnahmen greifen. Außerdem überprüft die Praxis regelmäßig alle Fehlerarten und analysiert, in welchen Bereichen der Praxis vermehrt Fehler auftreten.

Act
Gemeinsam mit der Leitung bewertet das Team die Fehleranalyse und legt Maßnahmen fest, um die Fehlerquote zu verringern. Dies kann zum Beispiel durch Fortbildungen, Checklisten, eine bessere Kommunikation, klarere Verantwortlichkeiten und dergleichen erfolgen. © hil/aerzteblatt.de

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