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Ärzteschaft

Immer weniger Praxisinhaber in Sachsen

Mittwoch, 25. März 2015

Dresden – Trotz einem Plus von 401 ärztlich tätigen Medizinern in Sachsen im vergan­genen Jahr verschärft sich der Ärztemangel gerade in ländlichen Regionen des Bundes­landes immer mehr. Das zeigt die neue Statistik der Landesärztekammer. Danach sind in Sachsen derzeit 16.633 Ärzte tätig, 9.146 im stationären und 6.588 im ambulanten Bereich. 2007 gab es noch 5.759 Ärzte mit eigener Praxis. Diese Zahl sank bis 2014 um 317 auf 5.442 niedergelassene Ärzte.

Dagegen stieg die Zahl der in Niederlassung angestellten Ärzte im Vergleich zu 2012 um 194 und im Vergleich zu 2013 um 121 auf 1.146 Ärzte an. „Dies zeigt, dass immer weniger Ärzte eine eigene Praxis übernehmen, sondern lieber als Angestellte zum Beispiel in Teilzeit in einer Praxis arbeiten“, sagte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Jan Schulze. Dies sei vor allem für ländliche Bereiche proble­matisch. „Daher sollten Anstrengungen, wie das von der Sächsischen Landesärzte­kammer initiierte Netzwerk ‚Ärzte für Sachsen’, unbedingt intensiviert werden, um den rückläufigen Trend im ambulanten Bereich zu stoppen“, forderte der Kammerpräsident.

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Der Anteil der ausländischen Ärzte ist in Bezug auf die Gesamtzahl der berufstätigen Mediziner in Sachsen im vergangenen Jahr von 11,2 auf 13,2 Prozent gestiegen. 1.639 ausländische Ärzte arbeiten im stationären und 223 im ambulanten Bereich. Die meisten ausländischen Ärzte stammen aus der Tschechischen Republik (313), der Slowakei (255), aus Polen (219), Rumänien (162), der Russischen Förderation (133), Bulgarien (109), Ungarn (101) und der Ukraine (80). Aus Österreich, mit dem es einen Freund­schaftsvertrag mit dem Freistaat Sachsen gibt, kommen 81 Ärzte.

Schulze betonte, einige Kliniken könnten den Betrieb mancher Stationen ohne die internationalen Ärzte nicht aufrechterhalten, „weil sie in Deutschland keine Mediziner finden“. Die Zahl der berufstätigen Ärztinnen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 203 auf 8.721. Ihr Anteil an allen berufstätigen Ärzten beträgt jetzt 52,4 Prozent.

Die Zahlen belegen laut der Kammer sehr deutlich, dass der Anstieg der absoluten Arztzahl nicht bedeute, dass es keinen Ärztebedarf mehr gebe. „Vielmehr bietet der Freistaat weiterhin sehr gute Perspektiven für junge Ärzte, insbesondere für Hausärzte“, so Schulze. © hil/aerzteblatt.de

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