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Ärzteschaft

Kammer Westfalen-Lippe fordert Modellvorhaben für bessere Leichenschau

Mittwoch, 25. März 2015

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe setzt sich dafür ein, die ärztliche Leichenschau zu verbessern. Aktueller Anlass dafür ist ein Vorfall in Gelsenkirchen, bei dem eine 92-jährige Frau zunächst für tot erklärt wurde, aber in den Räumlichkeiten eines Bestatters wieder aufgewacht ist.

„Wir werden den aktuellen Fall ohne jegliche Vorverurteilung mit den Mitteln des ärztlichen Berufsrechts untersuchen und prüfen, ob und was gegebenenfalls falsch gelaufen ist. Fehler eines einzelnen werden wir sanktionieren. Bestehende Fehler im System wollen wir abstellen“, sagte Windhorst.

Im vorvergangenen Jahr hatten die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Änderung des Bestattungsgesetzes eine Stellungnahme auch zur Leichenschau und Todesfeststellung abgegeben. Darin hatten sie auf Probleme bei der Leichenschau hingewiesen.

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Problematisch seien insbesondere Anforderungen wie die unverzügliche Untersuchung der unbekleideten Leiche vor Ort sowie die Ermittlung von Todesart und Todesursache. „Wir sind bereit, Modellvorhaben zur Verbesserung der Leichenschau mitzutragen. Dafür sollte ein angemessenes Budget in den Landeshaushalt eingestellt werden“, sagte Windhorst.

© hil/aerzteblatt.de

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