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Neuer Bericht zeigt Krebshäufigkeiten auf Kreisebene in Niedersachsen

Donnerstag, 26. März 2015

Hannover – Der neue Jahresbericht „Krebs in Niedersachsen 2012“ des Epidemio­logischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN) macht das Krebsgeschehen in dem Bundesland bis hinab auf die Kreisebene transparent. Das Register erfasst nach eigenen Angaben alle Krebserkrankungen der in Niedersachsen lebenden Menschen und kann mittlerweile auf einen Datenbestand von zehn Diagnosejahren zurückgreifen. „Auswertungen zur Häufigkeit von Krebserkrankungen auf kleinräumiger Ebene und für weitere Datenanfragen werden dadurch immer verlässlicher“, betonte Joachim Kieschke, der ärztliche Leiter der EKN-Registerstelle in Oldenburg.

Für das Diagnosejahr 2012 verzeichnet das Register für Niedersachsen 47.804 bösartige Neuerkrankungen, 25.461 bei Männern und 22.343 bei Frauen. Im selben Zeitraum sind 12.206 Männer und 10.008 Frauen in Niedersachsen an einer Krebserkrankung verstorben.

Der Jahresbericht enthält eine alle fünf Jahre erscheinende Sonderauswertung zum Krebsgeschehen auf Kreisebene, diesmal für die Jahre 2008 bis 2012. Kommunale Gesundheitsbehörden und Interessierte erhalten hier einen Überblick über die Krebshäufigkeiten in ihrem Landkreis. Beispielsweise hat das Register im letzten Jahr eine Erhöhung von Leukämie- und Lymphomerkrankungen bei Männern in der Gemeinde Bothel im Landkreis Rotenburg nachgewiesen, der nun weiter nachgegangen werde.

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Zusätzlich zu der etablierten epidemiologischen Krebsregistrierung baut das Land eine flächendeckende klinische Krebsregistrierung entsprechend dem Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) auf. Die Ärztekammer Niedersachsen wird dazu eine Anstalt des öffentlichen Rechts errichten, die die Aufgaben des zukünftigen klinischen Krebsregisters Niedersachsen übernehmen wird. Das klinische Krebsregister soll 2017 den Routinebetrieb aufnehmen und eng mit dem bestehenden Register zusammenarbeiten.

© hil/aerzteblatt.de

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