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Ärzteschaft

Neues Modellprojekt in Nordrhein zum Überleitungs­management

Donnerstag, 26. März 2015

Düsseldorf/Köln – Mit einem Modellprojekt wollen die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die Kliniken der Stadt Köln gGmbH erproben, wie sich der Übergang von der Klinik in die ambulante Versorgung für die Patienten verbessern lässt. Am Kranken­haus Köln-Holweide kümmert sich dafür eine neue „Überleitungsmanagerin“ persönlich um den Informationsaustausch zwischen den Ärzten in der Praxis und in der Klinik. Sie soll besonders schwer kranken, älteren oder alleinstehenden Patienten den Weg von der ambulanten in die stationäre Behandlung erleichtern und nach dem Aufenthalt in der Klinik den Weg zurück nach Hause.

Im Krankenhaus steht die Überleitungsmanagerin auch Angehörigen als Ansprech­partner zur Verfügung und nimmt regelmäßig an Visiten teil. Um eine bestmögliche Weiterbehandlung im ambulanten Bereich sicherzustellen, begleitet sie die Entlassung der Patienten aus dem Krankenhaus. „Sie informiert den behandelnden niederge­lassenen Arzt frühzeitig über die bevorstehende Entlassung und sorgt dafür, dass ihn wichtige Untersuchungsberichte der Klinik erreichen“, erläutert Arno Dormann, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Köln-Holweide.

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„Wir sehen seit langem Verbesserungsbedarf an der Schnittstelle von Praxis und Klinik“, sagte Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein. Die neue Überleitungsmanagerin könne zum Beispiel etwaige Unverträglichkeiten von Arzneimitteln oder besondere Verdachtsdiagnosen frühzeitig mitteilen und so dafür sorgen, dass das Krankenhaus auf den Gesundheitszustand des Patienten besser eingehen könne.

„Mit dem neuen Projekt haben wir eine patientennahe Lösung etabliert, von der vor allem Patienten profitieren, deren Betreuung nicht nur medizinisch einen hohen Aufwand erfordert – zum Beispiel Demenz- oder Palliativpatienten“, sagte Roman Lovenfosse-Gehrt, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln gGmbH.

Das Pilotprojekt ist zunächst auf 18 Monate angelegt und soll den Informationsfluss zwischen allen an der Behandlung Beteiligten nachhaltig verbessern. Finanziert wird die Stelle der Überleitungsmanagerin zur Hälfte von den Kliniken der Stadt Köln und der KV Nordrhein. Die Teilnahme am Projekt ist für die Patienten freiwillig und kostenlos.

© hil/aerzteblatt.de

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