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Ausland

Obama stellt Plan gegen Anti­biotika-Resistenz vor

Freitag, 27. März 2015

Washington – US-Präsident Barack Obama hat einen Plan zur Bekämpfung von multiresistenten Keimen vorgestellt. Erreger, die gegen Antibiotika weitgehend unempfindlich sind, seien „eines der drängendsten Gesundheitsprobleme, denen sich die Welt heute gegenübersieht", sagte Obama am Freitag dem Online-Gesundheitsportal WebMD. Der Präsident gab das Ziel aus, den Einsatz von Antibiotika deutlich zu verringern.

„Die Über-Verschreibung ist ein ernstes Problem", sagte Obama. „Wir müssen den Ärzten die Informationen und Anleitungen geben, in schwierigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen." Bei im Krankenhaus liegenden Patienten soll der ungeeignete Einsatz von Antibiotika nach den Plänen Obamas um 20 Prozent, bei ambulant behandelten Patienten sogar um 50 Prozent sinken. Dazu sollen unter anderem bessere Tests entwickelt werden, um festzustellen, ob eine Infektionen durch Bakterien oder Viren ausgelöst wurde.

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Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben jedes Jahr 23.000 Menschen in den Vereinigten Staaten an multiresistenten Keimen. Kritiker werfen Obama vor, dass er in seinem Plan die Massentierhaltung ausklammert. Gesundheitsexperten warnen, dass der dortige Einsatz von Antibiotika, mit denen auch das Wachstum von Tieren befördert wird, zum Anstieg resistenter Keime beiträgt. Die US-Umweltschutzgruppe Natural Resources Defense Council bemängelte, dass die Regierung sich schützend vor "schlechte Praktiken der Industrie" stelle. © afp/aerzteblatt.de

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