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Ausland

Guinea verhängt wegen Ebola Gesundheitsnotstand in fünf Regionen

Montag, 30. März 2015

Gesundheitshelfer besuchen ein Haus in Guinea , dass unter Quarantäne steht /dpa

Conakry – Guinea hat wegen nachlassender Vorsicht der Bevölkerung im Zusammenhang mit Ebola einen Gesundheitsnotstand über fünf Regionen des westafrikanischen Landes verhängt. Präsident Alpha Conde sagte, die Maßnahmen seien nötig, um der Ebola-Seuche ein für alle Mal Einhalt zu gebieten. „Die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, um das Leben unser Bevölkerung zu schützen“, würden immer weniger beachtet, sagte er am Samstagabend. Die Zahl der neuen Ebola-Fälle war zuletzt stark zurückgegangen.

In den betroffenen Küstenregionen sollen nun für zunächst 45 Tage verschärfte Vorsichtsmaßnahmen gelten. Sobald neue Krankheitsfälle entdeckt werden, werden demnach für die betroffenen Krankenhäuser verstärkte Quarantänemaßnahmen verhängt. Auch die Vorschriften für Beerdigungen sollen nochmals verschärft werden, denn die Leichen von an Ebola gestorbenen Menschen sind höchst infektiös. Auch Ausgangssperren sollen wieder möglich sein.

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Ausgangssperre in Sierra Leone aufgehoben
In Sierra Leone ist inzwischen eine dreitägige Ausgangssperre wegen der Ebola-Epidemie wieder aufgehoben worden. Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres mussten die sechs Millionen Einwohner drei Tage lang zu Hause bleiben. Von Freitag­morgen bis Sonntagabend gingen 26.000 Freiwillige von Tür zu Tür, um mögliche noch unerkannte Ebola-Fälle aufzuspüren und die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen zu informieren.

Die Bevölkerung habe sich gut an das Ausgehverbot gehalten, erklärte das Ebola-Zentrum NERC. Die Kampagne sei „gut verlaufen”, und er sei auch mit der Einhaltung der Ausgangssperre zufrieden, sagte der Leiter des Krisenzentrums, Obi Sesay. Es gab lediglich einige kleinere Zwischenfälle, etwa in Kaffu Bullom im Norden des Landes, wo Anwohner die Helfer mit Steinen bewarfen, als sie ein krankes Kind für weitere Tests ins Krankenhaus bringen wollten. In Guinea, Sierra Leone und Liberia sind seit Ausbruch der Seuche vor über einem Jahr 25 000 Menschen erkrankt, 10 000 davon starben. 

In Liberia starb unterdessen nach Berichten des staatlichen Rundfunks die letzte bekannte Ebola-Patientin. Die Erkrankung der 44-Jährigen war vor rund einer Woche bekanntgeworden und zerstörte Liberias Hoffnung, die Ebola-Epidemie überwunden zu haben. Zuvor hatte es in dem Land mehr als 20 Tage lang keinen neuen bekannten Ebola-Fall gegeben. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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Bernett
am Donnerstag, 16. April 2015, 16:58

ECP- Studie- Die Hoffnung nicht aufgeben!

Mit der ECP (Ebola convalescent Plasma) - Methode, rechtzeitig angewendet, wäre die Frau in Monrovia wahrscheinlich zu retten gewesen. Vermutlich ist die Hilfe zu spät gekommen.
LNS

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