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Germanwings-Pilot: Ärzte attestierten weder Suizidalität noch Fremdaggressivität

Montag, 30. März 2015

Köln – Im Fall des über Südfrankreich abgestürzten Germanwings-Fluges 4U9525 hat heute der Leitende Oberstaatsanwalt aus Düsseldorf, Ralf Herrenbrück, mitgeteilt, dass ein Motiv des Piloten, der das Flugzeug offenbar absichtlich zum Absturz brachte, nach wie vor fehlt. Die ärztlichen Dokumentationen wiesen bislang keine organische Erkrankung aus.

Der Co-Pilot sei vor mehreren Jahren, vor Erlangung des Piloten­scheins – über einen längeren Zeitraum mit vermerkter Suizidalität in psychothera­peutischer Behandlung gewesen. Bis zuletzt hätten weitere Besuche bei Fachärzten für Neurologie und Psychiatrie mit Krankschreibungen stattgefunden, ohne dass dabei allerdings Suizidalität oder Fremdaggressivität attestiert worden sei.

Das Universitätsklinikum Düsseldorf hatte am Vormittag der Staatsanwaltschaft die Krankenakten des Co-Piloten übermittelt. Das erklärte eine Klinik-Sprecherin. Der 27-Jährige war vor einigen Wochen als Patient an das Uniklinikum gekommen. Dabei ging es den Angaben zufolge um „diagnostische Abklärungen“, die aber nicht näher erläutert wurden.

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Auch blieb unklar, in welcher der vielen Abteilungen der Copilot untersucht wurde. Zwischen Februar und dem 10. März dieses Jahres war der Mann mindestens drei Mal vorstellig geworden. Das Klinikum dementierte Berichte, wonach „Andreas L. wegen Depressionen in unserem Haus in Behandlung gewesen sei“. © dpa/HK/aerzteblatt.de

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