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Politik

Dr. med. Jens Baas: Vorstands­vorsitzender der Techniker Krankenkasse

Sonntag, 1. Juni 2014

Baas-web

Der Chirurg Jens Baas (Jahrgang 1967) ist bei der TK für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Finanzen, Personal, Unternehmensentwicklung und Controlling sowie für die Landesvertretungen verantwortlich.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Die Möglichkeit, das Gesundheitswesen aktiv mitgestalten zu können und die Verantwortung für die TK, ihre Kunden und Mitarbeiter zu haben.

Was ärgert Sie am meisten?

Störend finde ich das oft ausgeprägte Lagerdenken in unserem Gesundheitssystem. Beobachtet man den manchmal rauen Umgang der Akteure untereinander, könnte man fast vergessen, dass alle eigentlich ein gemeinsames Ziel haben sollten – die gute gesundheitliche Versorgung der Menschen.

Was war die wichtigste Entscheidung in Ihrem Leben?

Am wichtigsten waren die Entscheidungen in meinem Privatleben, beruflich waren die wichtigsten Entscheidungen immer die, die neue Erfahrungen eröffnet haben – die Wahl des Studienfachs Medizin, die Zeit in einer internationalen Unternehmensberatung und zuletzt der Wechsel als Vorstand zur TK.

Gesundheit bedeutet für Sie . . .

. . . weniger das reine Fehlen von objektiven Diagnosen. Ob man sich gesund fühlt oder nicht, ist eine Mischung aus Diagnosen, dem Umgang damit und vor allem einem subjektiven Empfinden.

Ihr wichtigster Tipp/Rat für angehende Ärzte?

Behalten Sie den Patienten im Mittelpunkt Ihres Tuns, seien Sie entscheidungsfreudig, hinterfragen Sie aber gleichzeitig stets Ihre eigenen Handlungen und das Argument „hat man schon immer so gemacht“. Vor allem aber: Haben Sie Spaß an dem tollen Beruf, und lassen Sie sich nicht zu sehr von der Bürokratie ärgern.

Ihre Prioritätenliste für Veränderungen im Gesundheitswesen . . .

Hier sehe ich einen Prioritätendreiklang: Sinnvolle Weiterentwicklung des Wettbewerbs in der GKV (und der PKV), Stärkung der Qualität und Effizienz in der Versorgung und konsequenter Fokus auf den Patienten.

Welchem Gesundheitsthema wünschen Sie mehr Aufmerksamkeit?

Dem Thema Qualität. Zwar spricht jeder darüber, aber kaum einer will es wirklich umsetzen. Manchmal erscheint mir der Begriff „Transparenz“ als Basis für Qualität wie das unbeliebteste Wort im Gesundheitswesen.

Wie schützen Sie sich vor zu viel Stress?

Zum einen versuche ich Dinge, die mich ärgern, in die richtige Relation zu bringen. Denn manchmal nerven einen gerade die Kleinigkeiten am meisten, dabei sind sie es nicht wert. Zum anderen schaffe ich mir bewusst Freiräume, zum Beispiel, indem ich am Wochenende nach Möglichkeit keine E-Mails bearbeite.

Was hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt?

Nelson Mandelas Autobiografie „Long Walk to Freedom“. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, was ein einzelner Mensch bewirken kann.

Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit?

Am liebsten mit meiner Familie. Außerdem schraube ich gern an allem rum, was einen Motor hat – vielleicht ein Ausgleich für die frühere chirurgische Tätigkeit.

© DÄ-M/aerzteblatt.de

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