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Politik

Prof. Dr. med. Jürgen Windeler: Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)

Dienstag, 1. April 2014

Jürgen Windeler

Als „Mann des nüchternen Hinguckens“ hat sich Jürgen Windeler, Jahrgang 1957, beruflich voll der evidenzbasierten Nutzenbewertung von Medikamenten und medizinischen Verfahren verschrieben.

Was lieben Sie an Ihrem Beruf?

Die Möglichkeit, Wissenschaft für konkrete Verbesserungen im Gesundheitssystem zu nutzen.

Was ärgert Sie am meisten?

Elitär auftretende Dummheit.

Was war die wichtigste Entscheidung in Ihrem Leben?

Meine jetzige Frau anzusprechen.

Gesundheit bedeutet für Sie . . .

. . . sich von seinen unvermeidlichen „Diagnosen“ möglichst wenig beeinträchtigen zu lassen, in diesem Sinne also „Da-Sein, In-der-Welt-Sein, Mit-den-Menschen-Sein, von den eigenen Aufgaben des Lebens tätig und freudig erfüllt zu sein“ (Gadamer).

Ihr wichtigster Tipp/Rat für angehende Ärzte?

Evidenz ist nicht alles, aber ohne Evidenz ist alles nichts. Kümmert Euch drum!

Ihre Prioritätenliste für Veränderungen im Gesundheitswesen . . .

a) der Dominanz von Markt, Wettbewerb und Wirtschaftsinteressen in einem sozial fundierten Gesundheitssystem Einhalt gebieten;

b) die kritiklose Wertschätzung von „Innovationen“ eindämmen;

c) Anreize für Zuwendung (sprechende Medizin) im Vergleich zu technischen Leistungen besser ausbalancieren

Welchem Gesundheitsthema wünschen Sie mehr Aufmerksamkeit?

Der stetig zunehmenden Verlagerung von Aufmerksamkeit und Ressourcen zu ziemlich Gesunden, etwa wenn Dicke zu chronisch Kranken erklärt werden.

Wie schützen Sie sich vor zu viel Stress?

Pausen, Pausen, Pausen. Im Bedarfsfall beherzt auf die Bremse treten. Es muss nicht alles gleich und von mir erledigt werden – und manches
auch gar nicht.

Was hat Sie zuletzt am stärksten beeindruckt?

Die Haltung von Menschen in meinem Umfeld, die von schweren Krankheiten oder Schicksalsschlägen getroffen wurden.

Wie verbringen Sie Ihre freie Zeit?

Mit Familie, frischer Luft und soviel Musik wie möglich.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten . . .

. . . würde ich mir drei Wünsche wünschen und dann sorgfältig nachdenken.

Die besten Ideen kommen Ihnen . . .

. . . wenn ich nicht daran denke, dass mir Ideen kommen müssen

© DÄ-M/aerzteblatt.de

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