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Politik

Kinderbeauftragter im Bundestag: Kinderarzt erfolgreich mit seiner Petition

Donnerstag, 2. April 2015

Berlin – Die Zustimmung für das Vorhaben, einen Kinder- und Jugendbeauftragten des Deutschen Bundestages einzusetzen, ist groß. Mehr als 100.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben eine Petition von Manfred Gahr unterstützt, dem General­sekretär der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ). Nun wird es voraussichtlich im Juni zu einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss über Gahrs Anliegen kommen.

„Erfreulich war, dass uns viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, Eltern und Großeltern sowie auch Jugendliche selbst angeschrieben haben, die immer den neusten Stand der Petition wissen wollten und sich in ihrem Umfeld dafür eingesetzt haben“, berichtete Gahr. Er erinnerte daran, dass auch zahlreiche Politiker in der Vergangenheit bereits einen Bundeskinderbeauftragten gefordert hatten.

Ein Kinderbeauftragter für den Bundestag wäre gut

Berlin – „Wir müssen mehr dafür tun, dass alle Kinder eine Chance haben, gesund aufzuwachsen.“ Diese Forderung hat Manfred Gahr, Generalsekretär der Deutschen Akademie für Kinder –und Jugendmedizin (DAKJ), aus Anlass des Inkrafttretens der UN-Kinderrechtskonvention vor 25 Jahren erhoben. Die DAKJ hat sich vor kurzem bei einem Symposium ausführlich mit der Konvention befasst. Dabei ging es auch um

Die Fachpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien, die die Petition entgegen nahmen, äußerten sich nach Angaben der DAKJ ebenfalls zustimmend zu dem Vorhaben. Die Vorsitzende der Kinderkommission des Bundestags, Susann Rüthrich (SPD), betonte, Kinder brauchten eine starke Vertretung ihrer Anliegen: „Ein Bundeskinderbeauftragter ist auf Grundlage der Kinderrechte im Grundgesetz genau diese starke Stimme.“

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Gahr hatte vor kurzem im Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt gefordert, das Bewusstsein dafür zu stärken, „dass Kinderrechte auch in Deutschland noch stärker verankert werden müssen“. Der Schutz von Ehe und Familie sei im Grundgesetz verankert, ein Hinweis auf Kinderrechte aber nicht. „Das muss sich ändern“, hatte Gahr verlangt.

Ein Kinderbeauftragter des Bundestages sollte seiner Meinung nach wie der Wehrbeauftragte dem Parlament gegenüber verantwortlich sein und nicht einem Ministerium unterstellt. Er könne beispielsweise prüfen, ob neue Gesetzesvorhaben und Kinderrechte vereinbar seien. © Rie/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #111441
borgmann4
am Freitag, 3. April 2015, 16:00

Dass ein Beauftragter eine Menge bewegen kann, haben wir ja.....

...anhand von Frau Dr. Christine Bergmann und ihrem Nachfolger Johannes-Wilhelm Rörig, den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs , UBSKM gesehen.
Je breiter deren Unterstützung in Parlament, Regierung und Gesellschaft, desto besser werden die Anliegen der bislang marginalisierten Gruppe transportiert.

Kinder haben aus vielerlei Gründen in unserem Land eine unverhältnismäßig schlechte Lobby. Ein Kinder- und Jugendbeauftragter tut Not.

Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden
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