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Neues Zentrum für seltene Erkrankungen in Leipzig

Dienstag, 7. April 2015

Leipzig – Ein neues Zentrum für seltene Erkrankungen hat das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) etabliert. Es bündelt das Fachwissen von 22 in die Behandlung seltener Krankheiten eingebundenen Fachbereiche von der Kindermedizin und der Human­genetik über die Rheumatologie und Endokrinologie bis zur Virologie. Die Führung der Patienten durch die verschiedenen Disziplinen übernehmen spezielle Lotsen.

„Mit der Einrichtung des Zentrums wollen wir unseren Patienten eine weiter verbesserte Versorgung anbieten und die Erforschung und Entwicklung von Therapien vorantreiben“, sagte Wieland Kiess, einer der Sprecher des Zentrums sowie Direktor der UKL-Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Allein in dieser Klinik wurden im vergangenen Jahr Patienten mit 2.000 unterschiedlichen Diagnosen aus dem Bereich der seltenen Erkrankungen behandelt.

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In die Versorgung solcher Patienten sei faktisch das gesamte Universitätsklinikum mit fast allen Bereichen eingebunden. Für die bereits gelebte übergreifende Zusammenarbeit bietet das Zentrum laut Kiess jetzt eine vernetzte Struktur und für Betroffene einen zentralen Anlaufpunkt.

Als erste Ansprechpartner stehen den Patienten drei Lotsen zur Verfügung. Die Experten sollen insbesondere neuen Patienten dabei helfen, gezielt die jeweils individuell notwendigen Ansprechpartner zu finden und einen schnellen Zugang vermitteln.

„Wir wollen auf diese Weise den Patienten die lange Zeit der Suche nach dem richtigen Arzt ersparen“ erläuterte Johannes Lemke, kommissarischer Direktor des Instituts für Humangenetik und gemeinsam mit Kiess Sprecher des neuen Zentrums. „Wir wissen oftmals noch viel zu wenig über die Mechanismen der Entstehung und damit auch über unsere Möglichkeiten einer Vorsorge und Behandlung“, betonte Lemke, der seit Jahren zu angeborenen Erkrankungen forscht.

© hil/aerzteblatt.de

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