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Ärzteschaft

Immer mehr jüngere Frauen erleiden einen Herzinfarkt

Mittwoch, 8. April 2015

Mannheim – Im Augenblick liegt bei den Frauen mit einem schweren Herzinfarkt (ST-elevation myocardial infarction, STEMI) der Anteil der Patientinnen unter 55 Jahren bei 17 Prozent. Noch um die Jahrtausendwende lag dieser Anteil bei nur zehn Prozent. „Die prozentuale Verteilung der Altersgruppen hat sich seit 1999 über die Zeit vor allem bei Frauen hin zu jüngeren Altersgruppen verschoben“, erläuterte Jens-Uwe Röhnisch, Leitender Oberarzt am Vivantes Klinikum Hellersdorf, Berlin, heute auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim.

Er bezog sich mit seinen Aussagen auf eine aktuelle Auswertung des Berliner Herz­infarkt­registers. In die Untersuchung wurden alle 15.436 STEMI-Patienten aus bis zu 25 Kliniken eingeschlossen.

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„Das Rauchen hat vor allem bei jüngeren Altersgruppen zugenommen und liegt bei den Unter-55-Jährigen mit STEMI auf einem sehr hohen Niveau von 80 Prozent“, so Röhnisch. Außerdem habe die Adipositas bei jüngeren Frauen zugenommen, benannte der Kardiologe eine weitere Ursache.

Gleichzeitig sei die Behandlung des STEMI ist im Verlauf der letzten 15 Jahre erfolg­reicher geworden. Der immer häufigere Einsatz des Herzkatheters sowie der evidenz­basierten medikamentösen Therapie unabhängig von Alter und Geschlecht haben die Krankenhaussterblichkeit laut der DGK eindrucksvoll gesenkt. „Jetzt ist es wichtig, sich aktuell auf die Primärprävention insbesondere bei jüngeren Frauen zu konzentrieren“, empfiehlt Röhnisch. © hil/aerzteblatt.de

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