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Neues Programm für klinische Doktorarbeiten in Hannover

Mittwoch, 8. April 2015

Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) erweitert ihre Dokto­randenausbildung in der klinischen Forschung: Ein strukturiertes Promotionsprogramm namens „KlinStrucMed“ soll künftig anspruchsvolle klinische Doktorarbeiten fördern und den Nachwuchswissenschaftlern eine strukturierte Promotion ermöglichen, zu der auch Kooperationen mit Rotterdam und Kopenhagen gehören.

„Das Programm schafft einen exzellenten Start für die vertiefte Qualifikation in interdisziplinärer, klinischer Wissenschaft“, sagte der MHH-Präsident Christopher Baum. Wissenschaftlich engagierte Mediziner würden so bereits früh in ihrer Karriere gefördert und die klinische Forschung insgesamt voran gebracht.

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„Die bestehende strukturierte Doktorandenausbildung in der experimentellen Forschung sowie das umfangreiche Postdoktoranden-Programm für Mediziner bilden ideale Voraus­setzungen für das neue Programm und ergänzen sich. Wir schließen damit eine Lücke im Karriereweg für wissenschaftlich tätige Ärzte“, sagte Reinhold Schmidt, Dekan der Hannover Biomedical Research School (HBRS).

Das KlinStrucMed-Programm soll zehn besonders befähigten und motivierten Studieren­den der Hochschule interessante klinische Forschungsprojekte anbieten. Dazu werden sie einer MHH-Forschergruppe zugeteilt und unterbrechen ihr Studium für neun Monate, um sich ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. Projektbegleitend erhalten sie eine gezielte methodische Grundausbildung in Seminaren der HBRS, bei denen sie fundierte Kenntnisse in Biometrie, Bioinformatik, Ethik und Epidemiologie erhalten sowie in rechtlichen Aspekten der Nutzung von Datenbanken und methodischen Kenntnissen geschult werden.

Die Studierenden werden ein Jahr lang monatlich mit 800 Euro unterstützt und intensiv durch MHH-Forscher unterstützt. Ein Ziel ist, ausgezeichnete klinische Dissertationen zu erreichen, die von den Studierenden in hochrangigen Journalen veröffentlicht werden können.

Initiator und Koordinator ist Heiner Wedemeyer, Leitender Oberarzt der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie. „Klinische Forschung war in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten leider nur eingeschränkt international wettbewerbsfähig. Es fehlte an Förderungen, gut charakterisierten klinischen Kohorten und Datenbanken, aber auch am Interesse der Ärzte“, berichtet er. Diese hatten häufig keine ausreichende methodische Ausbildung, um anspruchsvolle Projekte durchzu­führen. „Daran möchten wir etwas ändern und junge Kollegen für die klinische und translationale Forschung begeistern“, so Wedemeyer. © hil/aerzteblatt.de

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