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Schwierige Zeiten für deutsche Dia­gnostika-Industrie

Freitag, 10. April 2015

Berlin – Die Diagnostika-Industrie in Deutschland hat 2014 ein schwieriges Jahr durch­gemacht. Gegenüber 2013 ging der Umsatz der In-vitro-Diagnostika-Hersteller um 0,1 Prozent zurück. Dieses Ergebnis gab der Verband der Diagnostika-Industrie (VDGH) heute in Berlin bekannt.

Während die Firmen in der Labordiagnostik bei Reagenzien und Geräten ein Umsatzwachstum von 0,7 Prozent erzielten, gingen die Umsätze für Schnell­tests und Tests in der Eigenanwendung beim Patienten um 1,3 Prozentpunkte zurück. Insgesamt erzielt die Diagnostika-Industrie sieben Achtel des Inlandsumsatzes mit Reagenzien. Geräte, Instrumente und Services machen 12,4 Prozent des Gesamt­marktes aus.

Zuwächse gab es besonders in der Immunochemie sowie in der Mikrobiologie, mithilfe derer insbesondere gefährliche Keime entdeckt und identifiziert werden können. „Der Grund hierfür liegt in den zunehmenden Herausforderungen bei Hygiene und Infektions­schutz in Kliniken und niedergelassenen Arztpraxen“, sagte der VDGH-Ge­schäftsführer Martin Walger.

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Schwierig ist der Markt dagegen bei der Blutzuckerselbstmessung. „Das Marktsegment bekommt den erheblichen Preisdruck sowie eine Verunsicherung bei Ärzten zu spüren, wenn es um die Verschreibung von Blutzuckerteststreifen für Diabetespatienten geht“, erklärte Walger. Der Verband kritisiert, dass die „Labordiagnostik vom Wachstumsmarkt Gesundheit ein Stück weit entkoppelt wird“.

Grund dafür seien sinkende Vergütungen für vertragsärztliche Laborleistungen und eine stockende Aufnahme von Laborinnovationen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.

Die Diagnostika-Industrie beschäftigt in Deutschland mehr als 21.000 Menschen. Der Verband der Diagnostika-Industrie (VDGH) vertritt als Wirtschaftsverband die Interessen von 95 Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von rund vier Milliarden Euro. © hil/aerzteblatt.de

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