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UKE koordiniert neues EU-Projekt zur Krebsforschung

Dienstag, 14. April 2015

Hamburg – Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) laufen in den kommenden Jahren die Fäden des europäischen Krebsforschungsprojektes „CANCER-ID“ zusammen. Der Forschungsverbund aus 33 Instituten und Unternehmen aus 13 Ländern zielt auf die Entwicklung von Bluttests zur Identifizierung therapie-relevanter Eigen­schaften unterschiedlicher Krebsarten ab. Diese sollen den Weg zu einer auf den einzelnen Patienten abgestimmten individuellen Krebstherapie im Sinne einer „Flüssigbiopsie“ ebnen. Dieses neue diagnostische Konzept wurde in Hamburg entwickelt und könnte in Zukunft eine Alternative zu invasiven Tumorbiopsien bieten.

Feste Tumore wie Brust-, Lungen-, Prostata- oder Darmkrebs geben ständig Krebszellen oder Bestandteile davon in die Blutbahn ab. Die Analyse der Gene, Boten-RNA und Proteine dieser Zellen bietet Experten zufolge als sogenannte Flüssigbiopsie die Möglichkeit, sehr schnell Informationen über die Eigenschaften eines Tumors zu gewinnen. „Das Projekt schließt die Lücke zwischen Grundlagenforschung und klinischem Alltag", sagt Klaus Pantel, Direktor des Instituts für Tumorbiologie des UKE.  Mit der Entwicklung zuverlässiger Bluttests soll das Konzept der Flüssigbiopsie innerhalb der nächsten fünf Jahren aus dem Forschungslabor ans Krankenbett gebracht werden.

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Das Projekt „CANCER-ID“ wird von der EU mit insgesamt 6,6 Millionen Euro gefördert. Die industriellen Partner steuern insgesamt 8,2 Millionen Euro bei. Auf das UKE entfallen dabei aktuell 1,16 Millionen Euro an Fördergeldern, eine weitere halbe Millionen folgt im Laufe der Projektphase. © hil/aerzteblatt.de

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