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Forschungs­gemeinschaft richtet sechs neue Medizin-Schwerpunkt­programme ein

Donnerstag, 16. April 2015

Bonn – 18 neue sogenannte Schwerpunktprogramme richtet die Deutsche Forschungs­gemeinschaft (DFG) ein. Sechs von ihnen widmen sich Themen aus Medizin und allgemein den Lebenswissenschaften. Der Senat der DFG wählte die 18 Programme aus 87 eingereichten Konzepten aus. Dies waren 15 Initiativen mehr als im vergangenen Jahr, was laut der DFG „ein ausgesprochen hohes Interesse am Förderinstrument der Schwerpunktprogramme belegt“.

Die Programme sollen in den kommenden Jahren grundlegende wissenschaftliche Fragestellungen in besonders aktuellen oder sich gerade bildenden Forschungs­gebieten untersuchen. Alle sind interdisziplinär ausgerichtet und zeichnen sich durch den Einsatz innovativer Methoden aus. In allen Einrichtungen ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein zentrales Element – sie ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Einrichtung eines neuen Schwerpunktprogramms.

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Für die 18 neuen Programme stehen in einer ersten Förderperiode in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 105 Millionen Euro zur Verfügung. In der Regel werden die Schwerpunktprogramme sechs Jahre gefördert. Die 18 neuen Programme nehmen 2016 ihre Arbeit auf.

Die nun angenommenen Konzepte beschreiben jeweils das Oberthema des Schwerpunktprogramms. Alle 18 Programme werden in den kommenden Monaten von der DFG einzeln ausgeschrieben und die daraufhin eingehenden Förderanträge auf ihre wissenschaftliche Qualität und ihren Beitrag zum jeweiligen Hauptthema geprüft.

Die sechs Programme in den Lebenswissenschaften sind:

  •  „Nucleotide Second Messenger Signalling in Bacteria“. Koordinatorin ist Regine Hengge, von der Humboldt-Universität zu Berlin.
  • „Next Generation Optogenetics: Tool Development and Application“. Koordinator ist Alexander Gottschalk von der Universität Frankfurt/Main.
  • „Innate Sensing and Restriction of Retroviruses“. Koordinator ist Oliver Till Fackler vom Universitätsklinikum Heidelberg.
  • „Innate Lymphoid Cells“. Koordinator ist Andreas Diefenbach von der Universität Mainz.
  • „Iron-Sulfur for Life“. Koordinatorin ist Silke Leimkühler von der Universität Potsdam und
  • „Deciphering the mRNP code: RNA-bound Determinants of Post-transcriptional Gene Regulation“. Koordinatoren sind Utz Fischer von der Universität Würzburg und Niels Gehring von der Universität zu Köln.

© hil/aerzteblatt.de

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