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Ärzteschaft

KV Niedersachsen: Misstrauen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung abbauen

Donnerstag, 16. April 2015

Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) will die Verzahnung des ambulanten und des stationären Sektors weiter vorantreiben. Gemeinsam mit Vertretern des Niedersächsischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums, der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sowie des Bundessozialgerichtes diskutierte der KVN-Vorstand erforderliche Weichenstellungen.

„Es gibt nicht nur den einen, richtigen Weg“, konstatierte KVN-Vorstandsvorsitzender Mark Barjenbruch im Rahmen des KVN-Symposiums „Verzahnung ambulant-stationär“ in Hannover. Vielmehr gelte es, ein gemeinsames Verständnis für die unterschiedlichen Strukturen in Klinik und Praxis zu entwickeln. Vertrauensbildende Maßnahmen zwischen Vertragsärzten und Krankenhäusern sowie intensive, persönliche Kontakte zwischen Praxen und Kliniken seien dazu ebenso unverzichtbar wie die Entwicklung passgenauer Verzahnungsmodelle und eine positive Besetzung des Themas. „Der wichtigste Aspekt ist der Abbau von Misstrauen durch Transparenz auf beiden Seiten“, betonte  Barjenbruch.

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Er kritisierte die derzeitigen gesetzgeberischen Regelungen, die „letztendlich die Probleme nicht nachhaltig lösen“. Kontinuierlich würden – wie etwa bei der spezial­fachärztlichen Versorgung – neue Versorgungssektoren und Schnittstellen erfunden, die im Ansatz zwar sinnvoll seien, sich jedoch nur schwer umsetzen ließen.

„Für eine bessere Versorgung der Patienten ist ein ganzheitliches Behandlungskonzept sinnvoll“, unterstrich auch KNV-Vize Jörg Berling. Abgestimmte sektorenübergreifende Behandlungspfade sowie einheitliche Schnittstellen für den Datenaustausch seien dafür unerlässlich. © hil/aerzteblatt.de

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