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Politik

Überschuss bei der Sozialversicherung schmilzt

Freitag, 17. April 2015

Wiesbaden – Der Überschuss der Sozialversicherung ist im vergangenen Jahr etwas geringer als im Vorjahr ausgefallen. Unter dem Strich gab es bei Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie bei der Bundesagentur für Arbeit ein Plus von drei Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Dies waren demnach aber 1,7 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2013. Verantwortlich dafür war ein Defizit bei der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung.

Die Einnahmen der Sozialversicherung beliefen sich insgesamt auf 556,1 Milliarden Euro. Dies bedeutete einen Anstieg um 3,3 Prozent. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,6 Prozent auf 553,1 Milliarden Euro.

In der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung einschließlich des Gesundheitsfonds stiegen die Einnahmen den Angaben zufolge zwar auch um 3,5 Prozent auf 205,3 Milliarden Euro. Allerdings erhöhten sich die Ausgaben demnach um 5,6 Prozent auf 207,8 Milliarden Euro. Dies sei vor allem durch Prämienzahlungen, freiwillige Leistungen sowie stark gestiegene Arzneimittelausgaben bedingt.

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Damit stand unter dem Strich ein Defizit von 2,4 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte die Kran­ken­ver­siche­rung noch einen Überschuss von 1,6 Milliarden Euro erzielt.

In der allgemeinen Rentenversicherung stiegen die Einnahmen um 3,4 Prozent auf 269,1 Milliarden Euro. Diese beruhen laut den Statistikern zu mehr als zwei Dritteln auf Bei­trags­einnahmen, die im Jahr 2014 um 3,9 Prozent auf 189,1 Milliarden Euro zulegten. Die Ausgaben erhöhten sich um 3,0 Prozent auf 265,8 Milliarden Euro. Dies bedeutete einen Überschuss von 3,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Plus bei 2,0 Milliarden Euro gelegen.

Die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit (BA) stiegen um 3,4 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben verringerten sich um 1,2 Prozent auf 32,8 Milliarden Euro. Die BA wies damit einen Überschuss von 1,6 Milliarden Euro auf, nachdem sie im Jahr 2013 nur mit 100 Millionen Euro im Plus gelegen hatte. Die Einnahmen der Pflegeversicherung erhöhten sich sich um 3,8 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro. Allerdings stiegen auch die Ausgaben um 4,6 Prozent auf 25,5 Milliarden Euro. Damit lag der Überschuss bei knapp 500 Millionen Euro. © afp/aerzteblatt.de

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