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Transfusionszentrale Mainz stellt autologe Serumaugentropfen her

Montag, 20. April 2015

Circa 14.000 Einzeldosis-Ophtiolen produziert die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz gegenwärtig pro Jahr /Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz

Mainz – Rund 14.000 Einzeldosen von sogenannten autologen Serumaugentropfen stellt die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz im Jahr her. Darauf hat die Universitätsklinik hingewiesen. Autologe Serumaugentropfen werden aus Eigenblut hergestellt und enthalten keine weiteren Zusätze. Sie finden in der Therapie des schwer trockenen Auges Anwendung – beispielsweise nach Verbrennungen oder Verätzungen – ebenso wie bei der Therapie der superioren limbalen Keratokonjunktivitis (SLK) oder der Graft-versus-host-Erkrankung.

„Augentropfen aus eigenem Blut wirken bei starker Trockenheit besser als handels­übliche Produkte. Sie regenerieren und pflegen die Hornhaut besonders effektiv auf Basis der körpereigenen Substanzen. Damit tragen sie zu einer beschleunigten Abheilung von Defekten an der Augenoberfläche bei“, erläutert der Direktor der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz, Walter Hitzler.

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Serumaugentropfen sind Arzneimittel und bedürfen einer Herstellungserlaubnis nach dem Arzneimittelgesetz. Es handelt sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Die Herstellung der Serumaugentropfen erfolgt auf der Grundlage strenger gesetzlicher Bestimmungen. So erfolgt die Blutentnahme in einem geschlossenen sterilen Blutbeutelsystem. Gleiches gilt für die Weiterverarbeitung und den Prozess bis zur Bereitstellung der sogenannten Einzeldosis-Ophtiolen. Bei der Weiterverarbeitung werden die Serumaugentropfen tiefgefroren und sind tiefgekühlt gelagert 16 Wochen haltbar. Pro Blutentnahme lassen sich bis zu 120 Einzeldosis-Ophtiolen herstellen.

Was die autologen Serumaugentropfen unter medizinischen Gesichtspunkten so wertvoll macht, ist die Tatsache, dass einige darin enthaltene Proteine auch Bestandteil der Tränenflüssigkeit sind. „Ein paar dieser Proteine wie Immunglobuline, Albumin, Fibro­nektin und Wachstumsfaktoren spielen bei dem Heilungsprozess der genannten Erkrankungen eine entscheidende Rolle. Sie begünstigen die Proliferation, Migration und Differenzierung der Epithelzellen von Horn- und Bindehaut und fördern so den Heilungsprozess“, so der Direktor der Transfusionszentrale. © hil/aerzteblatt.de

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