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Politik

Arzneimittelausgaben steigen im ambulanten Bereich um rund sechs Prozent

Dienstag, 21. April 2015

dpa

Hamburg/Berlin – Medikamente im Wert von knapp 40 Milliarden Euro haben die niedergelassenen Ärzte ihren gesetzlich versicherten Patienten im vergangenen Jahr verordnet. Das entspreche einem Anstieg um rund sechs Prozent, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) heute unter Berufung auf Statistiken des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) mit.

Allerdings ist die Zahl der verordneten Packungen nur um 0,5 Prozent auf 736 Millionen gestiegen. Ursache des Kostenanstiegs ist laut der Kasse vor allem ein Rückgang bei den Rabatten der Arzneimittelindustrie von 3,6 auf 2,5 Milliarden Euro. Die TK fordert Maßnahmen, um den Anstieg der Arzneimittelumsätze einzudämmen.

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Der Pharmaverband Pro Generika wies darauf hin, dass Patienten 2014 für Arzneimittel zwei Milliarden Euro aus eigener Tasche zuzahlen mussten. Diese Tendenz halte seit Jahren an, teilte der Verband in Berlin mit.

Laut Zahlen des Statistikdienstleister Insight Health entfielen 2014 auf die zehn umsatzstärksten Arzneimittel über zehn Prozent des Gesamtumsatzes in den Apotheken. Das sind über 400 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Ursache für diesen starken Anstieg ist vor allem der Behandlungserfolg von Hepatitis C.

Die umsatzstärksten Marktsegmente im Apothekenmarkt waren 2014 laut Insight Health Virusstatika, Immunsuppressiva und Antithrombosemittel. Der Erfolg der neuen Hepatitis C-Therapie zeigte sich auch hier deutlich: Während die drei umsatzstärksten Marktseg­mente 2013 noch knapp 15 Prozent des Umsatzes generierten, waren es in 2014 fast 18 Prozent. Dies entspricht einem Mehrumsatz von über einer Milliarde Euro.  © hil/aerzteblatt.de

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