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Patent auf Herstellung menschlicher Eizellen widerrufen

Dienstag, 21. April 2015

München - Das Europäische Patentamt (EPA) in München hat ein Patent auf Herstellung menschlicher Eizellen widerrufen. Es gab einem Einspruch des Vereins Testbiotech gegen ein Eizellen-Patent der Firma Merck Serono statt.

„Mit unserem Einspruch haben wir die ethischen Grenzen im Patentrecht gestärkt“, erklärte Testbiotech-Sprecher Christoph Then am Dienstag in München. Dies sei ein wichtiger Erfolg. Das Patent EP1794287 bezieht sich auf die Herstellung und Verwendung menschlicher Eizellen.

„Wir befürchten, dass durch die Erteilung derartiger Patente der menschliche Körper zur kommerziellen Ware wird“, ergänzte Then. Bereits im vergangenen Jahr hatte Testbiotech einen ähnlichen Einspruch gegen ein Patent auf menschliche Spermazellen gewonnen.

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Testbiotech ist seit 2009 öffentlich aktiv, um nach eigenen Angaben industrieunabhängige Forschung und die gesellschaftliche Debatte über Biotechnologie zu fördern.

In den kommenden Monaten würden zudem weitere wichtige Entscheidungen anstehen, erläuterte der Sprecher. Das Patentamt verhandele Einsprüche von Testbiotech gegen Patente auf gentechnisch veränderte Schimpansen im Juli und September. Umstritten sei zudem die Erteilung von Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere, die durch das EPA im März erfolgt sei, kritisierte Then. Dies sei nach dem europäischen Patentrecht eigentlich verboten. © kna/aerzteblatt.de

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