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Politik

Bundesregierung will die Abgabe von E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder- und Jugendliche verbieten

Donnerstag, 23. April 2015

dpa

Berlin –  Die Bundesregierung will die Abgabe und den Konsum von elektronischen Zigaretten und Shishas an Kinder und Jugendlichen verbieten. „E-Zigaretten und E-Shishas liegen bei Heranwachsenden voll im Trend. Sie werden als nicht gesundheitsschädigende Alternative zum Tabakkonsum beworben. Dem müssen wir im Sinne des Jugendschutzes entgegenwirken“, sagte Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Manuela Schwesig heute in Berlin. Nach Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jeder dritte 12- bis 17-Jährige die E-Produkte bereits probiert, mehr Jungen als Mädchen. Rund 530.000 Heranwachsende konsumieren regelmäßig.

Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Schmidt, sieht es „als Meilenstein für den gesundheitlichen  Verbraucherschutz, wenn der Verkauf der E-Produkte baldmöglichst verboten wird.“

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Bei nikotinhaltigen E-Zigaretten und E-Shishas liege das Gefährdungspotenzial für Kinder und Jugendliche auf der Hand. Bei den nikotinfreien E-Produkten liegen jetzt entsprechende Bewertungen vor, unter anderem vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der BZgA. Danach entstehen beim Dampfen Carbonylverbindungen, darunter Formaldehyd, Acrolein und Acetaldehyd, die Krebs auslösen können.

Das BfR weist zudem darauf hin, dass die Aerosole von E-Zigaretten und E-Shishas feine und ultrafeine Partikel enthalten, die aus den Vernebelungsmitteln bestehen. Diese können bis in tiefe Regionen der Lunge vordringen, sich dort ablagern und oxidativen Stress und Entzündungsreaktionen auslösen. Eine chronische Schädigung durch diese Partikel wirkt sich besonders in der Wachstumsphase aus und beeinträchtigt bei Kindern und Jugendlichen die Lungenentwicklung.

Einstieg in psychische Abhängigkeit durch Rauchrituals
Das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Krebsforschungszentrum und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weisen weiter auf das Risiko eines Einstieg in das Rauchen von herkömmlichen Tabakprodukten hin, das mit dem Konsum von E-Zigaretten einhergeht: durch das Einstudieren des Rauchrituals steige dies deutlich. Das Rauchritual sei ein wesentlicher Bestandteil der psychischen Abhängigkeit beim Rauchen.

Bun­des­fa­mi­lien­mi­nis­terin Schwesig hat deshalb einen Referentenwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes erarbeitet: „Wir müssen die bestehende Gesetzeslücke schließen. Dass Kinder und Jugendliche diese Produkte einfach kaufen und konsumieren können, ist für mich eine unhaltbare Situation.“ Auch die Gefahren durch die nikotin-freien Liquids dürften nicht unterschätzt werden: „Sie schmecken nach Mango, Schokolade oder Kaugummi - aber was da inhaliert wird, ist alles andere als harmlos“, betonte Schwesig. Das Gesetz solle „so schnell wie möglich“ in Kraft treten.

Schmidt will Tabakproduktrichtlinie ändern
Bundesernährungsminister Schmidt erklärte: „Der Jugendschutz geht hier Hand in Hand mit dem gesundheitlichen Verbraucherschutz. Diesen müssen wir auch bei nikotinfreien E-Zigaretten und E-Shishas verbessern.“ Er strebt eine Änderung der Tabakprodukt­richtlinie an, in der nicht-nikotinhaltige E-Produkte den nikotinhaltigen gleichgestellt werden. Die nationale Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie soll bis März 2016 erfolgen, kündigte er an.

Die Deutsche Kinderhilfe begrüßt es ausdrücklich, dass Kinder und Jugendliche zukünftig besser vor den Folgen des Konsums der gesundheitsschädigenden E-Zigaretten und E-Shishas geschützt werden sollen.

© pb/aerzteblatt.de

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Avatar #675503
Widerstand
am Freitag, 24. April 2015, 12:26

Peinlicher Beweis für Geldgier der Regierung

Ich bin ein friedlicher Mensch, der lieber fünf Minuten feige ist als ein Leben lang tot. Aber was so manche Geschichte angeht. Ich bewerbe mich offiziell um den Posten, jeden einzelnen unter der Käseglocke zu ohrfeigen und das täglich.
Jetzt wollen sie die Abgabe an Jugendliche verbieten, die Erwachsenen mit genau so wenig Hirn können ja ruhig daran kaputt gehen.
Jetzt hat man festgestellt, wie gefährlich giftig dieser Schund ist, NACHDEM das Kind im Brunnen liegt. Das beweist doch, dass nicht nur die Wirtschaftsbosse einfach nur geldgeil und ohne Rückgrat sind sondern auch sämtliche Politiker. Erst einmal Steuern kassieren, solange bis irgendein "Nestbeschmutzer" es herausschreit "GIFT". Dann sieht man sich gezwungen halbherzig zu handeln... na ja, solange die "Erwachsenen" den Mist einatmen sprudeln die Steuern für die politischen Konten (wem immer sie gehören) ja munter weiter.
Das ist doch wohl nicht wahr, was für charakterlose Leute dieses Land regieren.
LNS

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