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Ärzteschaft

KBV-Vertreter­versammlung positioniert sich zur ambulanten spezial­fachärztlichen Versorgung

Freitag, 24. April 2015

Berlin – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hat sich gestern zur Weiterentwicklung der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) positioniert und eine Reihe von Forderungen verabschiedet.

In einem mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschluss habe es die VV abgelehnt, die Vorlage einer „schweren Verlaufsform“ als Kriterium für die ASV zu streichen, hieß es. Es habe sich gezeigt, dass dies „ein wichtiges Kriterium für die Vertragsärzte ist“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen in einem Interview. Er wertete es als positiv,  „dass wir es geschafft haben in dieser Ver­tre­ter­ver­samm­lung, eine Positionierung des KV-Systems zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung zu finden“.

Dazu zählt auch die Aufforderung an die Politik, dass der im GKV-Versorgungs­stärkungsgesetz (VSG) vorgesehene Bestandsschutz für Alt-Verträge von Krankenhäusern nach Paragraf 116b SGB V entfallen muss. „Wir hoffen. dass die Politik diese Anregungen aufnimmt“, sagte KBV-Vorstand Regina Feldmann.

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Die gestrige Ver­tre­ter­ver­samm­lung war außerplanmäßig einberufen worden. Anlass waren Diskussionen über die zukünftige Gestaltung der ASV. KBV-Vorstand Gassen hatte Ende März, kurz vor der Anhörung zum VSG, gemeinsam mit dem Hauptge­schäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft einen Kompromiss in die Diskussion eingebracht: Für die Altverträge solle es bei der bisherigen Befristung bleiben – so, wie es jetzt auch der VV-Beschluss vorsieht. Im Gegenzug könne die ambulante spezialfachärztliche Versorgung nach § 116 b neu nicht auf „schwere Verlaufsformen“ bestimmter Erkrankungen eingegrenzt werden.

Gassen wertete den aktuellen Beschluss der Ver­tre­ter­ver­samm­lung zur ASV als „grundsätzliches Bekenntnis“ zu dieser Versorgungsform. Man müsse aber in der Umsetzung „auf die gleichen Bedingungen der Kollegen in der vertragsärztlichen Versorgung und in den Krankenhäusern“ abstellen. © Rie/aerzteblatt.de

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