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Ärzteschaft

Ärzte an hessischen Unikliniken fürchten um ihre Gesundheit

Freitag, 24. April 2015

Frankfurt – Ärzte, die an den hessischen Universitätskliniken arbeiten, fühlen sich in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Dies ergab eine Umfrage des Marburger Bundes (MB) Hessen unter seinen Mitgliedern an den Unikliniken in Frankfurt und Gießen-Marburg. Demnach klagten 80 Prozent der Mediziner über Schlafstörungen und häufige Müdigkeit. 74 Prozent der befragten Ärzte sehen sich dadurch in ihrer täglichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Die hohe Arbeitsbelastung zeigt sich auch im Bereich „Work-Life-Balance“: 60 Prozent der befragten Ärzte waren mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unzufrieden bis sehr unzufrieden. „Das ist auch kein Wunder“, so Susanne Johna, Landesverbands­vorsitzende des Marburger Bundes Hessen. Schließlich zeige die Umfrage, dass ein Drittel der Mediziner mehr als 60 Stunden in der Woche arbeite und mehr als 40 Prozent der Befragten zusätzlich zur „regulären“ Arbeit fünf bis zehn Bereitschaftsdienste pro Monat leiste „Hier muss sich dringend etwas ändern“, forderte Johna.

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Forschung und Lehre kommen dagegen nach Einschätzung der Ärzte an den hessischen Unikliniken zu kurz: 73 Prozent gaben an, dass ihnen die Arbeitszeit­organisation kaum Zeit und Raum für die Forschung lässt. Nur 18 Prozent der Mediziner können Forschung und Lehre im Rahmen der Dienstzeit erledigen, bei 79 Prozent der Befragten werden  Überstunden für Forschung und Lehre nicht ausgeglichen. © hil/aerzteblatt.de

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