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Entwicklungen in der Kinderwunsch­behandlung

Montag, 27. April 2015

Magdeburg – Das Alter von Frauen und Männern, die im vergangenen Jahrzehnt eine Kinderwunschbehandlung am Universitätsklinikum Magdeburg erhalten haben, ist von 30,3 auf 33,1 Jahre gestiegen. Gleichzeitig ist der Body-Mass-Index (BMI) der Wunsch­eltern konstant geblieben. Das berichtet Nora Labouvie von der Magdeburger Universitätsklinik für Reproduktionsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie im Rahmen ihrer Promotion.

„Der Anstieg des Behandlungsalters bedeutet keine Verminderung der Erfolgs­aussichten“, sagte der Klinikdirektor Jürgen Kleinstein. Erst ab einem Alter von 35 bis 36 Jahren sei mit einer deutlichen Abnahme der Schwangerschaftsrate pro Behand­lungszyklus zu rechnen.

Auch der konstante BMI sei positiv, weil deutliches Über- oder Untergewicht einen ungünstigen Einfluss auf die Chance einer erfolgreichen Schwangerschaft habe.

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Bei den Hauptdiagnosen, die zu Einschränkungen der Fruchtbarkeit führen, waren ebenfalls Trends erkennbar. So sei eine klare Zunahme von Patientinnen mit Endometriose festzustellen. „Ein Grund dafür mag sein, dass die Magdeburger Universitätsklinik inzwischen ein bekanntes Endometriosezentrum ist“, so Kleinstein.

In 40 bis 50 Prozent der Paare mit ungewollter Kinderlosigkeit trügen die Männer allein oder mit dazu bei. Ihr Anteil sei über die Jahre gestiegen.

Die Magdeburger Reproduktionsmediziner konnten bei rund der Hälfte der Paare eine Schwangerschaft erzielen. In einigen Subgruppen resultierte sogar eine Schwanger­schaftsrate von 66 Prozent, zum Beispiel bei Frauen unter 30 Jahren. © hil/aerzteblatt.de

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