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Politik

Konzept der vertraulichen Geburt bewährt sich

Mittwoch, 29. April 2015

Berlin – Die sogenannte vertrauliche Geburt bewährt sich. Dieses Fazit zieht die Diakonie Deutschland ein Jahr nach dem Inkrafttreten des „Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt“ Anfang Mai 2014. „Die vertrauliche Geburt ist ein voller Erfolg. Das Verfahren ist wesentlich besser als das Angebot einer Babyklappe. In diesem ersten Jahr haben viel mehr Frauen als erwartet das Angebot der vertraulichen Geburt in Anspruch genommen“, sagte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland.

Die vertrauliche Geburt ist ein Angebot an werdende Mütter, die ihre Schwangerschaft geheim halten möchten und ihr Kind nicht behalten können. „Die schwangere Frau und ihr Kind werden während der Entbindung professionell betreut und müssen sich nicht mehr verstecken“, erläuterte Loheide einen wichtigen Vorteil des Konzeptes. Nach der Geburt werde das Kind einer Pflegefamilie anvertraut und wenn möglich zu Adoptiveltern gegeben.

Das Kind hat aber das Recht, mehr über seine leibliche Herkunft zu erfahren, sobald es 16 Jahre alt geworden ist. Allerdings kann die Mutter bereits ein Jahr zuvor erklären, dass dem dringende Belange von ihrer Seite entgegenstehen, zum Beispiel existentielle Folgen für Leib und Leben oder der Verlust ihrer Familie und engster Beziehungen. „Dennoch haben viele Kinder durch die vertrauliche Geburt die Chance bekommen, ihre eigene Herkunft zu erfahren“, so Loheide. © hil/aerzteblatt.de

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