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90 Prozent der Patienten mit Herzfehlbildung erreichen Erwachsenenalter

Donnerstag, 30. April 2015

Bochum – In Deutschland kommen jedes Jahr bis zu 8.000 Kinder mit einem ange­borenen Herzfehler auf die Welt. Dank des medizinischen Fortschritts und einer bundesweiten Qualitätssicherung erreichen heute neun von zehn Betroffenen das Erwachsenenalter.

„Die Weiterbehandlung der Erwachsenen erfolgt zum größten Teil über zwölf speziali­sierte Zentren in Deutschland. Die Qualifikation ist erforderlich zum Beispiel wenn es um die Frage geht, ob eine junge Frau mit einer Herzfehlbildung Kinder haben möchte“, erläutert Deniz Kececioglu, Direktor am Kinderherzzentrum und Zentrum für angeborene Herzfehler des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, zum Tag des herzkranken Kindes am 5. Mai

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Sehr häufige Fehlbildungen sind laut Kececioglu Löcher in der Herzscheidewand. „Diese Art der Herzfehler machen etwa 70 Prozent aller Fehlbildungen aus“, so der Experte. Es gebe aber auch komplexe Fehlbildungen, bei denen zum Beispiel eine Herzkammer fehle oder die Anlagen der Aorta und Lungenschlagader vertauscht seien.

„Diese machen oft eine Reihe von Operationen notwendig, meist bereits im Säuglings­alter sowie weitere Eingriffe im Laufe des Wachstums“, erläutert er. Kececioglu betont, je früher eine Fehlbildung erkannt und behandelt werde, umso besser seien die Aussichten auf eine vollständige Heilung. „Sind angeborene Herzfehler in der Familie bekannt, sollte vor der Familienplanung eine humangenetische Beratung erfolgen“, rät der Direktor des Kinderherzzentrums. © hil/aerzteblatt.de

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