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Politik

Neue Patientenleitlinie zur Palliativmedizin

Donnerstag, 30. April 2015

Berlin – Eine Patientenleitlinie „Palliativmedizin für Patientinnen und Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin vorgestellt.

Sie bietet wissenschaftlich gesicherte Informationen darüber, wie häufige palliativ­medizinische Beschwerden behandelt werden sollten und wie die Begleitung am Lebensende aussieht. Betroffene erfahren zudem, welche Betreuungseinrichtungen und Anlaufstellen ihnen helfen können.

Die Patientenleitlinie beruht auf den Handlungsempfehlungen der ärztlichen S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ und damit auf dem besten derzeit verfügbaren medizinischen Wissen. Patientenvertreter und Ärzte aus dem Kreis der Leitlinienautoren haben die Patientenleitlinie gemeinsam erstellt. Das ÄZQ hat die Betreuung und Redaktion übernommen. „In Deutschland sollen Menschen, deren Krebserkrankung nicht mehr heilbar ist, nicht allein gelassen werden“, hieß es aus dem Ärztlichen Zentrum. Auch wenn es keine direkte Behandlung gegen den Tumor mehr gebe, solle ein Team aus Pflegenden, Ärzten, Seelsorgern, Hospizmitarbeitern und anderen sie bis zum Lebensende begleiten. Wichtigstes Ziel der Palliativmedizin sei, die Lebensqualität des erkrankten Menschen und dessen Angehörigen in der verbleibenden Lebenszeit zu erhalten.

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Die neue Patientenleitlinie ist im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie erschienen. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Krebshilfe (DKH) tragen dieses Programm gemeinsam.

Interessierte können den Entwurf der Patientenleitlinie lesen und bis zum 30. Mai 2015 kommentieren, Verbesserungsvorschläge machen oder Ergänzungen vorschlagen. Das Redaktionsteam sichtet alle Rückmeldungen und entscheidet dann, ob sie in der endgültigen Version berücksichtigt werden.

© hil/aerzteblatt.de

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