NewsAuslandDie besten Lebensbedingungen für Mütter bietet Skandinavien
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Die besten Lebensbedingungen für Mütter bietet Skandinavien

Dienstag, 5. Mai 2015

Die zehn weltweit schlechtesten Orte für Mütter und ihre Kinder liegen alle in Afrika dpa

New York – Norwegen bietet Müttern die weltweit besten Lebensbedingungen, Somalia die schlechtesten: Das ist das Ergebnis der diesjährigen internationalen Vergleichs­studie, die die Kinderschutzorganisation Save the Children am Montag in New York veröffentlichte. Deutschland belegt den achten Platz der mütterfreundlichsten Länder, die USA landen hingegen nur auf Rang 33. In keinem der entwickelten Länder ist die Müttersterblichkeit damit höher als in den USA.

Für ihren 16. jährlichen Mütter-Index untersuchte die Hilfsorganisation die Voraus­setzungen in 179 Ländern nach fünf Indikatoren: Müttergesundheit, die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren, Schuldbildung, Einkommen sowie der gesellschaftliche Status von Frauen.

Anzeige

Norwegen verdrängte dieses Jahr die vorherige Nummer eins Finnland auf den zweiten Platz. Auch die folgenden Plätze werden wie in den vergangenen Jahren von den nordeuropäischen Ländern belegt: Island wurde als drittbestes Land für Mütter gelistet, Dänemark und Schweden belegen die Plätze vier und fünf.

Besser als Deutschland schneiden noch die Niederlande (6.) und Spanien (7.) ab. Als einziger nicht-europäischer Staat schafft es Australien mit Platz neun in die Top Ten. An zehnter Stelle steht Belgien, Frankreich und Großbritannien belegen hingegen nur die Plätze 23 und 24.

USA nur auf Rang 33
Deutlich schlechter schneiden die USA ab: Sie rutschten sogar von Rang 31 im Vorjahr auf Rang 33 ab, die Bedingungen für Mütter und ihre Kinder sind damit der Unter­suchung zufolge schlechter als etwa in Polen oder Kroatien - demnach ist die Gefahr, dass eine Mutter im Kindbett stirbt, in den Vereinigten Staaten zehn Mal höher als in Polen. Mit einem Todesfall pro 1.800 Frauen haben die USA insgesamt die höchste Müttersterblichkeit aller entwickelten Länder der Welt.

Einen traurigen Rekord stellt auch die US-Hauptstadt Washington auf: Bei der Kindersterblichkeit steht sie auf Platz eins der 24 reichsten Hauptstädte. Während in Washington 7,9 von 1.000 Kindern sterben, noch bevor sie in die Schule kommen, sind es in Stockholm oder Oslo nur zwei von 1.000 Kindern.

Wohlstand heißt nicht immer auch zufriedene Mütter
Die Chefin von Save the Children, Carolyn Miles, erklärte, die Daten bestätigten, dass der wirtschaftliche Wohlstand eines Landes nicht der einzige Faktor für glückliche Mütter sei. Es müssten auch die entsprechenden politischen Maßnahmen ergriffen werden. So sei Norwegen nicht nur reich, sondern messe darüber hinaus Investitionen in das Wohlergehen von Müttern und Kindern hohe Priorität bei.

Die zehn weltweit schlechtesten Orte für Mütter und ihre Kinder liegen alle in Afrika, in neun von ihnen gibt es bewaffnete Konflikte. Die letzten drei Plätze belegen die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo und Somalia.

Nach Einschätzung der Organisation verdeutlicht die internationale Vergleichsstudie erneut die enorme Kluft zwischen den erst- und letztplatzierten Ländern in bestimmten Bereichen: Während in den zehn afrikanischen Schlusslichtern statistisch jedes achte Kind vor seinem fünften Lebensjahr stirbt, besteht diese Gefahr in den Top-Ten-Staaten nur für eines von 290 Kindern. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Januar 2020
Köln – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat sich für Grenzwerte beim Zuckeranteil in Kinderlebensmitteln ausgesprochen. Diese müssen dem Verband zufolge fester Bestandteil einer
Kinderärzte pochen auf Begrenzung des Zuckeranteils in Lebensmitteln
16. Januar 2020
Köln – Kleinkinder mit der seltenen erblichen Stoffwechselerkrankung Hypophosphatasie (HPP) könnten von einer Langzeit-Enzymersatztherapie mit Asfotase alfa (Handelsname Strensiq) profitieren. Zu
Kinder mit Hypophosphatasie könnten von Asfotase alfa profitieren
14. Januar 2020
Köln – Immer mehr Menschen in Deutschland stehen Impfungen positiv gegenüber. Das zeigt eine heute veröffentlichte Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Demnach gaben
Mehr Menschen befürworten Impfungen
13. Januar 2020
Berlin – Bundesernährungsministerin Julia Klöckner will die Ernährungsbildung in Schulen verbessern. Dazu will die CDU-Politikerin Ende März zu einem Runden Tisch einladen, wie ihr Ministerium
Klöckner will Ernährungsbildung an Schulen verbessern
10. Januar 2020
München – Unterernährung bei Kindern ist in Deutschland der Stiftung Kindergesundheit zufolge ein unterschätztes Problem. „Beim Stichwort Untergewicht denkt man unwillkürlich zuerst an die vielen
Unterernährung bei Kindern ein unterschätztes Problem
7. Januar 2020
Berlin/Köln – Bessere Rahmenbedingungen in der Pädiatrie fordert eine neue Petition der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ). Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
Neue Petition für bessere Rahmenbedingungen in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen
11. Dezember 2019
St. Louis/Missouri – Die bevorzugte Verwendung von „frischen“ Blutspenden mit einer Lagerzeit von weniger als 7 Tagen hat in einer randomisierten Studie im amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2019; 322:
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

  • @Zygis | Practicus | 18.01.20 21:36 | Politik
  • NaNa... | Practicus | 18.01.20 21:03 | Hochschulen
  • @Practicus | Naturfreund | 18.01.20 21:00 | Ärzteschaft
  • Bürgerämter | Naturfreund | 18.01.20 20:56 | Politik
  • Ganz einfach! | Practicus | 18.01.20 20:47 | Ärzteschaft

Archiv

NEWSLETTER