Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Anästhesisten wollen Tele-Intensivmedizin ausbauen

Dienstag, 5. Mai 2015

Tele-Intensivmedizin

Düsseldorf – Die Tele-Intensivmedizin kann die Versorgung schwerstkranker Patienten sichern und verbessern. Das erwartet die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI). „Mit der Telemedizin stehen wir an der Schwelle zu einer neuen Ära in der intensivmedizinischen Behandlung“, sagte die Präsidentin der Fachgesell­schaft und Kongresspräsidentin des Deutschen Anästhesiekongresses, Thea Koch. Die DGAI erwartet, dass der Bedarf an wohnortnaher und hochwertiger intensivmedizinischer Versorgung in den kommenden Jahren steigt. Eine neue Kommission „Telemedizin“ soll daran arbeiten, die Vorteile der Tele-Intensivmedizin flächendeckend verfügbar zu machen.

„Für kleinere Krankenhäuser wird es immer schwieriger, die ressourcenaufwendige Versorgung auf der Intensivstation sicherzustellen“, erklärte Gernot Marx, Mitinitiator und Sprecher der Kommission Telemedizin. Ein besonderes Problem sei, 24 Stunden am Tag einen erfahrenen Facharzt bereitzuhalten. „Den intensivmedizinischen Herausfor­derungen der Zukunft können wir aber mit der Telemedizin effektiv begegnen“, so Marx.

Sie bringe die fehlende Fachkenntnis auf schnellstem Wege dorthin, wo sie gebraucht werde. Vorbildlich sei in diesem Zusammenhang das Projekt „Telematik in der Intensivmedizin“ (TIM) am Universitätsklinikum Aachen. Das unter Mitwirkung des Direktors der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care gegründete Telemedizinzentrum ist mit zwei Krankenhäusern der Region über eine verschlüsselte und sichere Datenleitung verbunden.

Während täglicher Tele-Visiten oder im Krisenfall können die Partnerhäuser auf ein aus erfahrenen Intensivmedizinern bestehendes Team zurückgreifen. Durch die Echtzeit­übertragung der Patientenwerte unterstützen die Experten die behandelnden Ärzte vor Ort bei wichtigen Entscheidungen in Sekundenschnelle.

„Die Daten zeigen deutlich das Potenzial, das in der Teleintensivmedizin steckt“, bilanzierte Koch. Keine andere medikamentöse oder technische Innovation der letzten 20 Jahre liefere ein auch nur annähernd beeindruckendes medizinisches und wirtschaftliches Ergebnis, so die Präsidentin der Fachgesellschaft.

© hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

22.05.17
KBV konkretisiert Forderungen für den Bundestagswahlkampf
Freiburg – In der ersten Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach der Wahl der Vorsitzenden und des KBV-Vorstandes verabschiedeten die Delegierten einen......
22.05.17
KBV will Chancen der Digitalisierung sinnvoll nutzen
Freiburg – Als einmalige Datenautobahn für mehr als 100.000 Nutzer schafft das Sichere Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) beste Voraussetzungen für den digitalen Wandel im Gesundheitswesen.......
22.05.17
Hamm – Angesichts der Inflation von psychologischen Beratungsangeboten im Internet will der Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) ein Gütesiegel einführen. Dieses solle die Nutzer über die......
22.05.17
Berlin – Die Ärzteschaft darf sich den Möglichkeiten der Digitalisierung nicht länger verschließen. Das hat Peter Bobbert, Bundesvorstandsmitglied des Marburger Bundes, in einem aktuellen......
18.05.17
Netzpolitischer Dialog: Die Idee von Souveränität bewahren
Berlin – Wissen wir durch Dr. Google bald besser über Krankheiten Bescheid als unser Arzt? Wie beeinflussen Wearables den Umgang des Einzelnen mit seiner Gesundheit? Wie solidarisch bleibt unser......
18.05.17
Berlin – Um die Vorteile der Digitalisierung für Hausärzte nutzbar zu machen, hat der Deutsche Hausärzteverband gemeinsam mit einem Softwareunternehmen eine webbasierte Applikation entwickelt, mit......
16.05.17
Dresden – Sachsen will Patienten künftig komfortabler versorgen und setzt dabei auf Errungenschaften der Technik wie Computer und Tablet. Das Landeskabinett verabschiedete dazu heute eine neue......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige