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Mehrheit der Bundesbürger erhält schnell einen Termin beim Facharzt

Dienstag, 5. Mai 2015

dpa

Hamburg – Lange Wartezeiten auf einen Termin beim Facharzt sind für die meisten Deutschen kein Thema: Fast 60 Prozent der Patienten in der Stadt wie auf dem Land bekommen innerhalb von zwei Wochen einen Facharzttermin. Das berichtet die IKK classic nach der Befragung von 1.000 Bürgern.

Für drei Viertel aller Befragten entsprach der zuletzt bei einem Facharzt vergebene Termin zudem ihrem Wunschtermin – was bedeutet, dass einige Patienten Termine auch gern längerfristig vereinbaren.

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Die kürzesten Wartezeiten hat Hamburg: 41 Prozent der Hansestädter erhielten einen Termin innerhalb einer Woche, kein einziger Termin lag mehr als acht Wochen in der Zukunft. Auch im Saarland ist die Versorgung gut, hier musste niemand länger als drei Wochen warten. Schwieriger ist die Situation im Osten: In Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mussten 22 Prozent länger als acht Wochen warten, in Brandenburg 18 Prozent.

Geht es darum, einen Facharzt zu finden, setzen die meisten Patienten auf das Urteil des Hausarztes: Laut der Studie fragen 39 Prozent der Befragten ihn in diesem Fall gezielt um Rat.

Auch bei den Hausärzten ist die Versorgung nach Wahrnehmung der Bürger in der repräsentativen Umfrage noch immer gut: Fast drei Viertel der Deutschen haben einen Hausarzt in weniger als fünf Kilometern Entfernung. Selbst auf dem Land haben sechs von zehn Bürgern ihren Allgemeinmediziner nach eigenem Bekunden so dicht vor der Haustür, ein weiteres Viertel im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern.

„In der Wahrnehmung der Bürger spielen Versorgungsengpässe oder Terminprobleme eine geringere Rolle als erwartet“, zog Gerd Ludwig, Vorstandsvorsitzender der IKK classic ein Fazit aus der Studie.

Laut der aktuellen Ärztestatistik der Bundes­ärzte­kammer ist die Zahl der berufstätigen Ärzte in Deutschland im Jahr 2014 um 2,2 Prozent auf 365.247 gestiegen. „Etwas mehr und doch zu wenig“, kommentierte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Frank Ulrich Montgomery, diese Zahlen. Das leichte Plus reiche langfristig bei weitem nicht aus, um Lücken in der medizinischen Versorgung zu verhindern.

© hil/aerzteblatt.de

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