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Rhön-Klinikum profitiert von Klinikverkauf

Freitag, 8. Mai 2015

Bad Neustadt an der Saale – Dem Klinikbetreiber Rhön-Klinikum ist der Neuanfang nach dem Verkauf von mehr als 40 seiner Häuser gut gelungen. Mit den restlichen 10 Kliniken hat der Konzern im ersten Quartal vergleichsweise hohe Gewinne eingestrichen. Das zeigen die am Donnerstag vorgelegten Zahlen des Unternehmens. Demnach ist die Ebidta-Marge 2015 deutlich höher als vor dem Klinikverkauf an den Konkurrenten Fresenius. Die Ebidta-Marge beschreibt den Anteil vom Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen am Umsatz und betrug im ersten Quartal 18 Prozent. In den Vergleichszeiträumen 2012 und 2013 lag sie zwischen 10 und 12 Prozent.

Insgesamt lag der Umsatz bei Rhön im ersten Quartal bei 276,1 Millionen Euro, unterm Strich blieben 32,8 Millionen Euro als reiner Gewinn hängen. Wegen des Klinikverkaufs sind diese Zahlen allerdings nicht mit den Vorjahren vergleichbar. „Wir haben unseren Kurs des organischen Wachstums in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres erfolgreich fortgesetzt“, erklärte Vorstandsvorsitzender Martin Siebert.

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Er rechnet für das erste vollständige Geschäftsjahr mit neu strukturiertem Portfolio mit einem Umsatz zwischen 1,08 und 1,12 Milliarden Euro sowie einem Ebidta zwischen 145 und 155 Millionen Euro. „Wir setzen auf medizinische Innovationen, neue Therapien sowie moderne Geräte und Verfahren zum Wohle unserer Patienten und fördern in den kommenden Monaten konzernweit an allen Standorten Innovations-Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund vier Millionen Euro“, so der Vorstandsvorsitzende.

Der Klinikbetreiber hatte 2014 mehr als 40 Krankenhäuser an Fresenius verkauft. Rhön-Klinikum betreibt jetzt nur noch zehn eigene Krankenhäuser und will sich auf Spitzenmedizin konzentrieren. Seit dem Januar sind alle Standorte des Konzerns entweder selbst als Universitätsklinikum oder als Akademisches Lehrkrankenhaus tätig. © hil/aerzteblatt.de

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