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Politik

Industrie kritisiert Blockaden bei Digitalisierung der Gesundheit

Freitag, 8. Mai 2015

Berlin – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat kritisiert, dass Deutschland bei der Digitalisierung der Gesundheit im internationalen Vergleich hinterherhinkt. Das müsse sich schnell ändern, forderte deshalb BDI-Hauptge­schäftsführer Markus Kerber auf einer Veranstaltung am Donnerstag in Berlin.

„Die Politik muss die Wachstumsbremsen endlich lösen“, so Kerber. Er beklagte die zu langsamen Fortschritte auf diesem Feld. „Die Politik freut sich, nach zehn Jahren die elektronische Gesundheitskarte einzuführen“, sagte der Geschäftsführer. Dabei bleibe das Projekt vorgeblich wegen des Datenschutzes weit hinter seinen technischen Möglichkeiten zurück. „Derweil nutzen die Bürger begeistert Apps auf ihren Smartphones und geben persönlichste Daten preis“, verwies Kerber. Diese Schizophrenie gehöre schleunigst beendet.

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Er forderte zudem ein Bekenntnis der Politik zur Digitalisierung der Gesundheit als ressortübergreifende Aufgabe. Moderne Lösungen der Industrie böten greifbare Vorteile, etwa eine höhere Diagnose- und Therapiesicherheit, effektiveres Arbeiten und zufriedenere Patienten. Digitale Instrumente wie die Telemedizin müssten hierzulande flächendeckend eingesetzt werden können. © hil/aerzteblatt.de

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