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Marburger Bund fordert Ausbildungsoffensive in den Gesundheitsberufen

Montag, 11. Mai 2015

dpa

Frankfurt – Eine „Ausbildungsoffensive in den Gesundheitsberufen“ hat die 127. Hauptversammlung des Marburger Bundes (MB) am vergangenen Wochenende gefordert. Um die Versorgung auch in Zukunft zu sichern, bedürfe es einer ausreichenden Zahl von qualifizierten Beschäftigten im Gesundheitswesen. „Die Zahl an Medizin-Studienplätzen muss dringend erhöht werden“, forderten die Delegierten bei ihrem Treffen in Frankfurt.

Details hatte der MB bereits im Februar in einem Positionspapier genannt. Danach sollte die Politik mindestens zehn Prozent mehr Studienplätze schaffen.

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Derzeit werden pro Jahr etwa 10.600 Studierende zum Medizinstudium zugelassen. Bezogen auf die Zahl der Medizinstudienplätze vor der deutschen Wiedervereinigung müssten laut dem MB jedoch 16.000 Plätze pro Jahr zur Verfügung stehen.

Nach Ansicht des MB könnten mehr Studienplätze durch größere Kapazitäten bestehender medizinischen Fakultäten, aber auch durch die Gründung neuer Fakultäten öffentlicher Hochschulen gewährleistet werden.

Wichtig sei dafür, die Grundfinanzierung der Hochschulmedizin deutlich zu verbessern. „Die Besonderheiten der Hochschulmedizin müssen sich sowohl im DRG-System als auch in der Investitionsfinanzierung widerspiegeln. Die schwierige Finanzierungslage vieler Kliniken beeinträchtigt nicht nur die Versorgung der Patienten und die Arbeitsbedingungen für das Personal, sondern auch die Lehre für die Studierenden vor Ort“, heißt es in dem MB-Positionspapier.

Auch die Bundesärztekammer (BÄK) tritt für mehr Medizin-Studienplätze ein. Außerdem notwendig sei, die Auswahlverfahren bei der Studienplatzvergabe angemessen zu gestalten, forderte der BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery. Es müsse sichergestellt werden, dass diejenigen ausgewählt würden, die hinterher auch in der Versorgung der Bevölkerung arbeiten wollten. © hil/aerzteblatt.de

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