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Ärzteschaft

Ärzte gehen aufs Land – wenn das Konzept stimmt

Dienstag, 12. Mai 2015

Mainz – Dass Nachwuchs-Ärzte durchaus bereit sind, auf dem Land zu arbeiten, zeigt ein Best-Practice-Beispiel, auf das jetzt die Lan­des­ärz­te­kam­mer Rheinland-Pfalz hingewiesen hat.

Vor vier Jahren haben dazu Allgemeinmediziner in Büchenbeuren/Hunsrück drei alteingesessene Einzelpraxen zu einem neuen Gesundheitszentrum zusammengelegt. Ihre Sorge damals: Wenn alle fünf demnächst in Ruhestand gehen, wird es in Büchenbeuren niemanden mehr geben, der sich um ihre Patienten kümmert. Ihre Hoffnung: Mit dem neuen gemeinschaftlichen Versorgungsangebot können alle Patienten weiterhin versorgt werden und das Team kann insbesondere junge Ärzte aufnehmen und für die Praxis gewinnen.

Im neuen Zentrum hat jeder seinen eigenen individuell eingerichteten Bereich mit Sprech- und Behandlungszimmer. Empfang und Wartebereich werden gemeinsam genutzt. Synergieeffekte ergeben sich auch bei der Nutzung der medizinischen Geräte.

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Die Arbeitszeiten der Ärzte im Zentrum sind sehr flexibel: Zwischen 7 Uhr morgens und 19 Uhr abends ist immer ein Arzt ansprechbar. Ansonsten kann jeder seine Zeiten nach seinen Lebensbedürfnissen einteilen.

Aktuell arbeiten elf Ärzte im Büchenbeurer Gesundheitszentrum, davon fünf Teilhaber, ein angestellter Arzt im Ruhestandsalter, ein Gastarzt für acht Wochen als Vertreter, eine angestellte Ärztin mit 13 Stunden und drei Assistentinnen.

Das Beispiel Büchenbeuren zeigt, dass Zukunftsvisionen Realität werden: ideale Arbeitsbedingungen im Team, mit denen Familie und Beruf gut unter einen Hut gebracht werden können, und ein Einstieg ohne finanzielles Risiko“, sagte der Präsident der Kammer, Frieder Hessenauer.

© hil/aerzteblatt.de

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klausenwächter
am Dienstag, 12. Mai 2015, 21:42

Synchrone Neubesetzung

Der synchrone Wechsel von Generationen ist eine Voraussetzung für neue Versorgungsstrukturen.
LNS

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