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Medizin

Lärmbelastung könnte Diabetes-Risiken verstärken

Donnerstag, 14. Mai 2015

dpa

Berlin – Eine chronische Lärmbelastung könnte die bekannten negativen Folgen einer Zuckererkrankung verstärken und möglicherweise sogar den Ausbruch der Erkrankung wahrscheinlicher machen. Darauf hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) zum Auftakt ihrer 50. Jahrestagung heute in Berlin hingewiesen.

Studien haben laut der Fachgesellschaft immer wieder Zusammenhänge zwischen chronischen Lärmexposition und Beeinträchtigungen des Wohlbefindens, Einschränkungen kognitiver Leistungen, Schlafstörungen, psychischen Erkrankungen sowie insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezeigt. Auch Diabetes geht bekanntlich mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen einher. Demnach könnten Patienten mit Diabetes möglicherweise besonders empfindlich auf Lärm reagieren.

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„Nun gibt es erste Hinweise darauf, dass Lärm die Entstehung von Typ-2-Diabetes fördern könnte“, hieß es aus der DGG. Schlafstörungen und Stressreaktionen könnten diesen Zusammenhang zwischen Lärm und der Entstehung beziehungsweise Verschlechterung von Diabetes erklären. „Gerade für die Diabetologie werden personalisierte Präventions- und Behandlungskonzepte immer wichtiger“, betonte der Kongresspräsident des Diabetes Kongresses 2015, Norbert Stefan. Dabei könnte es künftig auch darum gehen, Lärmbelastungen stärker in die Ursachenforschung einzubeziehen und bei der individuellen Therapie zu berücksichtigen.

© hil/aerzteblatt.de

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