NewsÄrzteschaftDeutscher Ärztetag spricht sich für Stärkung der ambulanten Weiterbildung aus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Deutscher Ärztetag spricht sich für Stärkung der ambulanten Weiterbildung aus

Freitag, 15. Mai 2015

Franz Bartmann /Jardai

Frankfurt am Main – Für eine Stärkung der ambulanten Weiterbildung hat sich heute in Frankfurt der 118. Deutsche Ärztetag ausgesprochen. Im Interesse einer bestmöglichen Qualifizierung junger Ärztinnen und Ärzte sei es notwendig, die Möglichkeiten der Weiter­bildung in den Praxen auszubauen. Verpflichtende ambulante Weiterbildungs­abschnitte könnten aber nur dann eingeführt werden, wenn deren Finanzierung gesichert sei, heißt es in einem Beschluss des Ärzteparlaments.

In diesem Zusammenhang begrüßten es die Abgeordneten, dass mit dem Entwurf des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (VSG) Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen die bislang auf die Allgemeinmedizin beschränkte Förderung von ambulanten Weiterbildungsstellen auf andere Fachgebiete ausweiten können. Allerdings fehle bislang ein angemessenes Finanzierungsmodell, für das der Gesetzgeber einen Rahmen schaffen müsse. Es sei begrüßenswert, dass Bundes­ärzte­kammer und Kassenärztliche Bundesvereinigung unabhängig von gesetzgeberischen Maßnahmen zurzeit über eine solche bundesweit koordinierte finanzielle Förderung diskutierten.

Anzeige

„Weiterbildung ist ärztliche Berufsausübung“
In einem weiteren Beschluss stellte der Ärztetag klar, dass die Weiterbildung im Rahmen ärztlicher Berufsausübung stattfindet. Daraus leite sich auch der Anspruch der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung auf ein angemessenes Gehalt ab, das den tariflichen Kondi­tionen für die angestellten Ärzte im Krankenhaus entspricht.

Um für eine Angleichung der Gehälter in Kliniken und Praxen zu sorgen, spricht sich das Ärzteparlament für eine Mischfinanzierung aus. Diese solle aus einem gesetzlich veran­kerten extrabudgetären Förderprogramm der Krankenkassen bestehen sowie aus der Vergütung der Leistungen, die der Weiterzubildende im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit erbringt. Voraussetzung dafür sei, dass die Weiterbildungsstätten im ambu­lanten Bereich die Möglichkeit erhielten, die Gehälter für die Ärzte in Weiterbildung zu refinanzieren.

Zuvor hatte der Vorsitzende der Weiterbildungsgremien der Bundes­ärzte­kammer, Franz Bartmann, bekräftigt, dass es zur Grundphilosophie der Weiterbildung in Deutschland gehöre, dass Ärztinnen und Ärzte nach der Approbation zur Ausübung der Heilkunde berechtigt sind. „Die Ausbildung endet nach sechs Jahren“, sagte Bartmann. „Weiterbildung ist ärztliche Berufsausübung.“ © HK/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

8. Oktober 2019
München – Die Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin (KoStA) in Bayern hat im vergangenen Jahr 84 Weiterbildungsverbünde in Bayern betreut, damit ist das Bundesland laut Lan­des­ärz­te­kam­mer Bayern (BLÄK)
Weiterbildungsverbünde für Allgemeinmedizin decken ganz Bayern ab
23. September 2019
Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat eine neue Weiter­bildungs­ordnung (WBO). Die Kammerversammlung hat das Regelwerk in ihrer letzten Sitzung der Amtsperiode einstimmig bei einer
Westfalen-Lippe: Ärzteparlament verabschiedet neue Weiter­bildungs­ordnung
10. September 2019
Bremen – Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Bremen hat gestern eine neue Weiter­bildungs­ordnung (WBO) für Bremen beschlossen. Sie soll zum 1. Juli 2020 in Kraft treten. Der Beschluss setzt
Ärztekammer Bremen beschließt neue Weiter­bildungs­ordnung
11. Juli 2019
Mainz – In Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr 548 Ärzte ihre Facharztweiterbildung abgeschlossen. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen (297) waren Ärztinnen. Das hat die Ärztekammer
Innere Medizin und Allgemeinmedizin beliebte Facharztweiterbildung in Baden-Württemberg
3. Juni 2019
Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag hat die Bundesregierung aufgefordert, ein Forschungsprogramm zum medizinischen Nutzen von Cannabisarzneimitteln und -blüten aufzulegen. Seit März 2017 dürfen Ärzte
Medizinischer Nutzen von Cannabis sollte wissenschaftlich belegt werden
3. Juni 2019
Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag in Münster hat den Gesetzgeber aufgefordert, weitere Änderungen an dem Gesetzentwurf zur Reform der Ausbildung der Psychologischen Psychotherapeuten sowie der
Ärztetag fordert weitere Änderungen an Reform der Psy­cho­thera­peuten­aus­bildung
3. Juni 2019
Münster – Rund 430.000 Medizinische Fachangestellte (MFA) stellen in Deutschland an der Seite der Ärzte die ambulante Versorgung sicher. Beim 122. Deutschen Ärztetag haben die Abgeordneten auf die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER