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Ärzteschaft

Ärztetag fordert Impfnachweis für Kinder in staatlichen Kitas

Freitag, 15. Mai 2015

/Jardai

Frankfurt am Main -  Der Deutsche Ärztetag hat seine langjährige Forderung bekräftigt, einen kompletten Impfnachweis gegen Masern und andere von Mensch zu Mensch übertragbare Erkrankungen für Kinder in staatlich geförderten Kindertageseinrichtungen einzuführen. Dies müsse auch für alle Professionen gelten, die Kinder betreuen.

Das Ärzteparlament wies darauf hin, dass in diesem Jahr in Deutschland deutlich mehr als 1.000 Masernfälle zu verzeichnen waren. Das Ziel der Bundesregierung, die Masern in Deutschland bis 2015 auszurotten, sei klar verfehlt worden.

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Vorsorgeuntersuchungen für junge Erwachsene fehlen
Zudem forderte der Ärztetag den Gesetzgeber auf, eine Vorsorgeuntersuchung für junge Erwachsene einzuführen. Die Abgeordneten des Ärztetages wiesen darauf hin, dass eine Lücke zwischen der Jugenduntersuchung im 16. und 17. Lebensjahr und dem Gesundheitscheck ab dem 35. Lebensjahr besteht. „In diesem Alter erfolgen aber wesentliche gesundheitliche Weichenstellungen für die Zukunft“, heißt es in der Entschließung. Eine Intervention in diesem Alter wäre wünschenswert, um langfristige negative Entwicklungen zu vermeiden.

Spezialisierte Behandlungszentren für Kinder mit seltenen und komplexen Erkrankungen ausbauen
In einer weiteren Entschließung forderte der Ärztetag mehr spezialisierte Behandlungs­zentren für Kinder und Jugendliche mit seltenen, komplexen und aufwendigen Erkran­kungen mit Fehlbildungen. Nur so könne man dem Anspruch an höchste Qualität in Diagnostik, Therapie und Langzeitbetreuung sowie an Grundlagen- und Versorgungs­forschung in diesem Bereich gerecht werden. Die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen werde künftig auch wegen der zunehmenden Zahl von Migranten steigen. Notwendig seien zudem mehr multizentrische Studien und eine auskömmliche Finanzierung dieses Forschungsbereichs. © EB/aerzteblatt.de

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