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Ärzteschaft

Auch die Facharztversorgung vor Ort ist unter Druck

Freitag, 15. Mai 2015

Frankfurt – Der Ärztemangel in Deutschland betrifft neben den Hausärzten auch viele Facharztgruppen. Darauf hat der 118. Deutsche Ärztetag in Frankfurt hingewiesen. Besonders die konservativ tätigen Fachärzte seien überdurchschnittlich unzufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation und sähen Nachholbedarf beim Einkommen.

Erst vor wenigen Tagen hatte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) darauf hingewiesen, dass zum Beispiel operierende Augenärzte 2011 einen Jahresüberschuss erzielten, der etwa 87 Prozent über dem rein konservativ arbeitenden Augenärzte lag. Auch Dermatologen, die nur selten operieren, verdienen laut Zi pro Stunde mehr als doppelt so viel wie ihre konservativ behandelnden Kollegen.

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Die Selbstverwaltungspartner hätten daher bereits spezifische Finanzierungsregelungen beschlossen. „Dies reicht jedoch allein nicht aus, um die Perspektive der wohnortnahen ambulanten Versorgung der Bevölkerung nachhaltig zu sichern“, so die Delegierten des Ärztetages

Notwendig seien feste und angemessene Preise für alle Grundleistungen. Alle haus- und fachärztlichen Grundleistungen sollten daher außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und ohne Mengenbegrenzung vergütet werden, lautet eine Kernforderung des Ärztetages.

Nötig sei außerdem, Medizinstudierende schon früh intensiver auf die ambulante Versorgung vorzubereiten, zum Beispiel durch Famulaturen. Zudem müssten die Programme der Länder und Kommunen gegen den Ärztemangel auf die wohnortnahe fachärztliche Versorgung ausgeweitet werden. Außerdem fordert der Ärztetag mehr Fördermöglichkeiten für junge Ärzte, die sich niederlassen wollen.

© hil/aerzteblatt.de

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