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Chronischer Schnupfen in Deutschland als Risikofaktor unterschätzt

Mittwoch, 20. Mai 2015

Berlin – Auf die Bedeutung einer chronischen Rhinosinusitis für die Lebensqualität der Patienten und als Risikofaktor für weitere Erkrankungen hat die Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO KHC) hingewiesen.

„Patienten mit einer chronischen Rhinosinusitis erkranken deutlich häufiger an Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale und COPD. Nach internationalen Daten haben sie aber auch ein erhöhtes Risiko an Schlaganfall, Übergewicht oder einer Depression zu erkranken“, erklärte Achim Beule, Geschäftsführender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie der Universitätsmedizin Greifswald.

International erhält die Erkrankung laut der DGHNO KHC deutlich mehr Aufmerksamkeit als in Deutschland. Für die USA, in denen etwa zwölf Prozent der Bevölkerung daran litten, wurden die direkten Kosten bereits 1996 laut der Fachgesellschaft auf 4,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dort gebe es mehr als zehn Millionen Arztkontakte pro Jahr nur aufgrund dieser Erkrankung. Auch in Asien steige nach neueren Unter­suchungen die Häufigkeit der chronischen Rhinosinusitis.

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Im Rahmen einer europäischen Untersuchung berichteten laut der Fachgesellschaft in der Region Duisburg 14,1 Prozent und in Brandenburg 6,9 Prozent der Befragten über Beschwerden, die als typisch für eine chronische Rhinosinusitis gelten. Eine Befragung der Ärzte zeigte, dass diese die Häufigkeit der Erkrankung deutlich unterschätzten.

„Das sollte Anlass sein, sich in Deutschland wissenschaftlich mehr mit der chronischen Rhinosinusitis zu beschäftigen“, so der HNO-Experte. © hil/aerzteblatt.de

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