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Medizinstudierende fordern bessere Gesundheits­versorgung von Asylsuchenden

Mittwoch, 20. Mai 2015

Mannheim – Eine Reform der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden und Menschen ohne Papiere in Deutschland fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). „In vielen Bundesländern werden Krankenscheine für Arztbesuche von Asylsuchenden durch Mitarbeitern von Sozialämtern ausgegeben. Hier haben Personen ohne medizinische Ausbildung einen Entscheidungsspielraum über notwendige medizinische Konsultationen, was bereits zu folgenschweren Fehlentscheidungen geführt hat“, heißt es in einem Positionspapier, das die bvmd auf ihrer letzten Mitgliederversammlung in Mannheim beschlossen hat.

Laut der Charta der Menschenrechte habe jeder Mensch das Recht auf einen Lebensstandard, der seine Gesundheit gewährleiste, was auch die ärztliche Versorgung einschließe. „Dies wird in der Bundesrepublik Deutschland jedoch nicht umgesetzt“, kritisiert die bvmd. Die Studierenden fordern in ihrem Positionspapier, bundesweit eine Gesundheitskarte für Asylsuchende einzuführen.

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„Besonders schutzbedürftige Gruppen, wie Schwangere, Kinder und Folteropfer, müssen sofortigen und dem allgemeinen Versorgungsstandard entsprechenden Zugang zum Gesundheitssystem erhalten“, so die bvmd-Delegierten. Sie weisen darauf hin, dass dies auch aus finanziellen Gründen sinnvoll sei. „Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass man mit präventiver Medizin gegenüber einer Notfallbehandlung Kosten sparen kann“, heißt es in dem Positionspapier der bvmd. © hil/aerzteblatt.de

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