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Luxemburg reformiert Transplanta­tionsgesetz

Donnerstag, 21. Mai 2015

Luxemburg – Luxemburg will sein Organtransplantationsgesetz reformieren. Oberstes Ziel sei die Vermeidung von Missbrauch, berichtet die Tageszeitung Luxemburger Wort heute. Die Regierungsparteien wollen demnach die Kriterien der sogenannten Oviedo-Konvention des Europarates für Organspenden in nationales Recht umsetzen und stimmten einem entsprechenden Gesetzesentwurf zu.

Ziel sei es, eine bessere Rückverfolgung bei Organtransplantationen zu ermöglichen sowie Abläufe innerhalb und zwischen den Krankenhäusern besser zu organisieren. Zudem sollen Minderjährige von Organspenden ausgeschlossen werden.

In Luxemburg gibt es dem Bericht zufolge jährlich vier bis zehn Organspenden. Der neuen Gesetzentwurf sieht vor, dass in Zukunft jeder seinen Willen zur Organspende schriftlich festhält. Derzeit werde noch über eine elektronische Patientenakte diskutiert, in der die entsprechenden Informationen gespeichert werden könnten. Organe könnten somit künftig nur dann entnommen werden, wenn der Spender dies vor seinem Tode explizit gestattet hat. Nach dem bisherigen Gesetz galt jeder Verstorbene als potenzieller Spender.

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In der sogenannten Oviedo-Konvention des Europarates zur Menschenwürde in Biologie und Medizin von 1997 werden Mindestnormen für den Schutz der Menschenrechten aufgelistet. Regelungen zur Organtransplantation sind in dem Zusatzprotokoll zum „Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin bezüglich der Transplantation von menschlichen Organen und Gewebe” festgehalten. Bisher haben 21 Mitgliedstaaten des Europarates das Zusatzprotokoll unterzeichnet, zwölf haben es zusätzlich ratifiziert. © kna/aerzteblatt.de

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