NewsÄrzteschaftEinzelpraxis bleibt für Ärzte attraktiv
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Einzelpraxis bleibt für Ärzte attraktiv

Freitag, 29. Mai 2015

dpa

Düsseldorf – Die Einzelpraxis ist kein Auslaufmodell. 58,7 Prozent der Hausärzte und 57,8 Prozent der Fachärzte bevorzugte im vergangenen Jahr diese Art der Existenz­gründung. Das berichtet die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in ihrer neuen Existenzgründungsanalyse Ärzte 2014.

„Kooperationen bleiben jedoch nach wie vor eine attraktive Option für Ärzte, die beispielsweise die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit, eine Erweiterung des angebotenen Leistungsspektrums oder eine sukzessive Praxisübernahme suchen“, sagte Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der Bank.

Anzeige

Bildergalerie

Die häufigste Kooperationsform sind laut der Analyse die Berufsausübungs­gemein­schaften (BAG). Im Vorjahr wählten 36,9 Prozent der Hausärzte und 34,1 Prozent der Fachärzte diese Niederlassungsform. Praxisgemeinschaften, Medizinische Versorgungs­zentren und sonstige Kooperationen spielten mit 4,4 Prozent bei Hausärzten und 8,1 Prozent bei Fachärzten eine untergeordnete Rolle.

Die Untersuchung der Apobank wirft auch ein Licht auf den sich weiter verschärfenden Ärztemangel. So zeigt die Analyse, dass der Anteil der Hausärzte unter den Existenz­gründern 2014 bei 27,8 Prozent lag. Sie stellen jedoch 43,7 Prozent aller Vertragsärzte. „Unsere Analyse zeigt, dass es nach wie vor deutlich zu wenig hausärztliche Existenz­gründungen gibt, um eine Trendwende herbeizuführen und dem Hausärztemangel zu begegnen“, resümierte Heßbrügge.

Bei einer Einzelpraxis haben Hausärzte 2014 für die Neugründung laut der Apobank durchschnittlich 112.000 Euro investiert, eine Übernahme lag mit 115.000 Euro knapp darüber. Bei einem Einstieg in eine BAG werden Anteile eines ausscheidenden Partners übernommen. Sie erforderte Investitionen in Höhe von durchschnittlich 108.000 Euro.

Bei den Fachärzten waren die Kosten für die Existenzgründung je nach Facharztrichtung sehr unterschiedlich: Das durchschnittliche Investitionsvolumen der Gynäkologen über alle Niederlassungsformen hinweg betrug beispielsweise 176.000 Euro und bei Orthopäden 303.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. Oktober 2020
Berlin – Mangelnde Ausstattung mit Schutzausrüstung, an das Infektionsgeschehen anzupassende Praxisabläufe, sich nahezu im Wochenrhythmus ändernde regulative Vorgaben, Bürokratiebelastung und eine
„Die wohnortnahe hausärztliche Versorgung bewährt sich in der Pandemie“
23. Oktober 2020
Berlin – Mangelnde Ausstattung mit Schutzausrüstung, an das Infektionsgeschehen anzupassende Praxisabläufe, sich nahezu im Wochenrhythmus ändernde regulative Vorgaben, Bürokratiebelastung und eine
„Wir ambulanten Ärzte sorgen dafür, dass die meisten Patienten gar nicht erst in die Klinik gehen müssen“
23. Oktober 2020
Berlin – Mangelnde Ausstattung mit Schutzausrüstung, an das Infektionsgeschehen anzupassende Praxisabläufe, sich nahezu im Wochenrhythmus ändernde regulative Vorgaben, Bürokratiebelastung und eine
„Kompliziert und nervig sind die immer neuen Codierungen und Abrechnungsmodalitäten.“
19. Oktober 2020
Hamburg – Trotz der COVID-19-Pandemie: Das Stimmungstief bei den niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten scheint überwunden. Darauf weist der Medizinklimaindex (MKI)
Medizinklimaindex signalisiert positive Stimmung bei Niedergelassenen
8. Oktober 2020
Berlin – Vertreter verschiedener Gesundheitsberufe aus dem In- und Ausland schlagen ein neues gemeinsames Gelöbnis für Gesundheitsberufe im Geist des Hippokratischen Eids vor. In dem Bekenntnis, das
Ärzte und Wissenschaftler schlagen internationales gemeinsames Gelöbnis vor
6. Oktober 2020
Berlin – Der Ausschuss der Assistenzärzte im Hartmannbund und die Junge Pflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) wollen die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen im
Manifest für bessere Zusammenarbeit von Pflegekräften und Ärzten
27. August 2020
Seoul – Trotz Warnungen der Regierung sind in Südkorea erneut Tausende Ärzte in einen Streik getreten. Mit ihrer für drei Tage geplanten Aktion wollen sie ihrem Widerstand gegen die Reformvorhaben für
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER